Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.01.2004

16:00 Uhr

Toyota setzt auf die neue Technik

Hybrid-Antrieb ist für Pischetsrieder Irrsinn

Der Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder kritisiert Hybrid-Antriebe für Autos als technologischen Irrweg. Trotz seiner Skepsis arbeitet VW an solchen Fahrzeugen.

HB WOLFSBURG. VW-Chef Bernd Pischetsrieder hält die neuartigen Hybrid-Autos mit kombiniertem Elektro- und Treibstoffantrieb für ökologisch sinnlos. „In der ökologischen Gesamtbilanz sind die Hybride eine einzige Katastrophe“, sagte Pischetsrieder am späten Dienstagabend in Wolfsburg. Die Herstellung sei extrem aufwendig, die Energiebilanz nur bei speziellen Fahrten positiv. Zudem müssten die deutlich größeren Batterien als Sondermüll entsorgt werden. „Die Gesetze der Physik und Chemie wird auch eine noch so gute Propaganda nicht ändern.“ Pischetsrieder plädierte dafür, bei der ökologischen Bewertung eines Autos nicht nur den Verbrauch zu berücksichtigen. Es müsse auch der Gesamtenergiebedarf gesehen werden, der für die Herstellung nötig sei, sagte er.

Trotz Pischetsrieders klaren Ablehnung der Hybrid-Antriebe arbeitet auch VW an derartigen Fahrzeugen. Der Hersteller sei auf Grund seines Marktanteils in den USA durch die strengen Emissionsauflagen dazu gezwungen, erklärte Forschungsvorstand Wilfried Bockelmann. Andernfalls könnte in einigen Jahren dort nach seinen Worten ein Verkaufsverbot für VW drohen. Bockelmann sagte, nur für den innerstädtischen Stop-and-Go-Verkehr könne der Einsatz der Hybride sinnvoll sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×