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24.09.2014

08:00 Uhr

Trend bei Schönheitsoperationen

Deutsche spritzen immer häufiger Botox

VonStefan Kaufmann

ExklusivEine Patientenbefragung zeigt: Frauen und Männer, die sich aus rein ästhetischen Gründen behandeln lassen, werden im Schnitt immer älter. Im Trend liegt das Wegspritzen von Falten. Nur zwei Eingriffe sind verbreiteter.

Ein Piecks gegen die Falte – die Zahl der Botox-Behandlungen in Deutschland nimmt zu.

Ein Piecks gegen die Falte – die Zahl der Botox-Behandlungen in Deutschland nimmt zu.

DüsseldorfIn Deutschland werden Patienten, die sich bei einem Facharzt einer Schönheitsoperation unterziehen, immer älter. Der Altersdurchschnitt lag im ersten Halbjahr 2014 bei 40 Jahren und neun Monaten. 2010 waren die Frauen und Männer, die ihren Körper ästhetisch-plastischen Chirurgen anvertraut haben, im Schnitt noch 38 Jahre und sechs Monate alt.

Das ist das Ergebnis einer Patientenbefragung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), die dem Handelsblatt vorliegt. Darin heißt es weiter, dass Männer tendenziell etwas älter seien, wenn sie eine Schönheitsoperation an sich vornehmen lassen. Allerdings sind männliche Patienten insgesamt noch deutlich in der Unterzahl: Fünf von sechs Eingriffe nehmen die Ärzte an Frauen vor.

Für die Erhebung hat die Gesellschaft von Januar bis Juli 2014 deutschlandweit Patienten von 41 niedergelassenen ästhetisch-plastischen Chirurgen befragt – 1300 Fragebögen wurden ausgewertet. Es ist die siebte Befragung dieser Art überhaupt.

Laut DGÄPC-Präsident Sven von Saldern setzt sich 2014 ein Vorjahrestrend fort: Brustvergrößerungen – obwohl noch immer die am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen – verlieren im Verhältnis zu anderen Behandlungen an Popularität. „Klassiker wie Brustvergrößerung oder Fettabsaugung rücken aus dem Fokus“, sagt von Saldern zu den Untersuchungsergebnissen. Stattdessen schafften es Botox-Behandlungen zur Beseitigung von Falten erstmals unter die beliebtesten drei Behandlungen. Auf Platz zwei kommt die Lidstraffung.

Wie gehen Sie mit Stress und Ärger um?

Den Stress erkennen

Denken Sie darüber nach, welche Faktoren Stress auslösen und bringen Sie diese in eine Rangfolge. Nicht alle Gründe wiegen gleich schwer. Stressauslöser, die bisher als unumgänglich gelten, könnten zu körperlicher und seelischer Beeinträchtigung führen.

Die Gesundheit leidet

Viele vermeiden es über Jahre, sich Erschöpfung einzugestehen. Ein Burnout kann ein schleichender Prozess sein. Jahrelanger Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch, Autoimmunerkrankungen oder psychische Auffälligkeiten weisen auf Erschöpfung hin.

Neue Energie gewinnen

Hinterfragen Sie, wo Sie wie viel Energie investieren und ob es sich lohnt. Hinterfragen Sie Ihre innere Motivation und konzipieren Sie um. Schaffen Sie es, Ihr Energielevel unter Kontrolle zu halten, bleibt mehr für die Freizeit übrig.

Sich selbst leiden können

Eine positive Selbstbewertung senkt das Stresslevel. Fangen Sie morgens an mit einer positiven Grundstimmung und versuchen Sie, dieses Gefühl den Tag über zu halten. Positive Selbstgespräche oder kurze tägliche Rituale helfen dabei. Auch malen, schreiben oder eine freundliche Büroeinrichtung wirken positiv.

Lähmenden Ärger loswerden

Ärger kann in kürzester Zeit zu Antriebslosigkeit führen. Das Take-Care-Prinzip soll helfen, sich weniger zu ärgern: Versuchen Sie zunächst, Ärger von sich fernzuhalten. Nicht jede Meinungsverschiedenheit mit Kollegen oder den Nachbarn ist einen Streit wert. Falls es doch dazu kommen sollte, distanzieren Sie sich innerlich. Einen Witz machen kann helfen. Sollte es doch heftiger kommen, ist es wichtig, sich beim Sport oder über einen Urschrei abzureagieren.

Das Leben wieder in die eigene Hand nehmen

Wer sich aufgibt, wird zum Spielball der Umgebung. Bestärken Sie sich jeden Tag darin, dass Sie über Ihr eigenes Lebens bestimmen. Conen empfiehlt: „Lernen Sie, mitten im Geschehen zu sein und doch darüber zu stehen.“ Sie kommen mit Störungen besser zurecht, wenn Sie sich als freier und selbstbestimmter Mensch fühlen.

Auch die Zahl der Patienten, die sich aus rein ästhetischen Gründen unters Messer legen, soll in den vergangenen Jahren gestiegen sein – allerdings lässt sie sich kaum erheben. Da der Begriff „Schönheitschirurg“ in Deutschland nicht geschützt ist, kann letztlich jeder zugelassene Arzt Schönheitsoperationen anbieten. Die DGÄPC spricht daher von einer Grauzone, in der viele Eingriffe durchgeführt würden.

Eine internationale Vergleichsstudie, die immerhin eine Einordnung ermöglicht, gibt es von der ISAPS, der International Society Of Asthetik Plastic Surgery. Danach wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 343.000 chirurgische Eingriffe wie beispielsweise Brustvergrößerungen vorgenommen. Die USA kamen auf 1,45 Millionen solcher Operationen, Spitzenreiter Brasilien sogar auf 1,49 Millionen. Bei den non-invasiven Maßnahmen wie dem Spritzen von Botox verzeichnet die ISAPS für Deutschland 311.000, für Brasilien 649.000 und die USA 2,54 Millionen Behandlungen.

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