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08.06.2012

13:59 Uhr

Überlichtschnelle Neutrinos

Einsteins Ehre endgültig gerettet

Viel Lärm um nichts: Neutrinos haben definitiv kein höheres Tempo als Licht. Frühere Messungen haben sich jetzt nicht bestätigt. Eine der Fehlerquellen von damals: ein defektes Kabel.

Der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) im Europäischen Kernforschungszentrum Cern bei Genf. Das bisherige Weltbild der Physik behält Bestand. dpa

Der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) im Europäischen Kernforschungszentrum Cern bei Genf. Das bisherige Weltbild der Physik behält Bestand.

Genf/KyotoDas bisherige Weltbild der Physik behält Bestand: Neutrinos sind nicht schneller als das Licht. Dies teilte das europäische Kernforschungszentrum Cern am Freitag in Genf mit.

2011 hatten Physiker des Opera-Teams überraschend Messergebnisse verkündet, die nahelegten, dass manche Elementarteilchen (die Neutrinos) schneller sein könnten als das Licht. Dies erregte großes Aufstehen, denn die Lichtgeschwindigkeit gilt laut der Relativitätstheorie als absolute Tempogrenze des Universums.

Die Aufregung legte sich aber bereits Ende Februar weitgehend wieder, als das Team von Fehlerquellen bei der Messung berichtete - darunter war ein defektes Glasfaserkabel.

Bei den fraglichen Experimenten wurde in einem unterirdischen Labor im Gran-Sasso-Massiv in den Abruzzen die Geschwindigkeit von Neutrinos gemessen. Sie waren zuvor im rund 730 Kilometer entfernten Cern erzeugt und auf die Reise geschickt worden. „Die vom Cern nach Gran Sasso gesendeten Neutrinos respektieren die kosmische Geschwindigkeitsbegrenzung“, heißt es in der neuen Mitteilung.

Die aktuellen Analysen wurden von Cern-Forschungsdirektor Sergio Bertolucci auf einem Physikertreffen im japanischen Kyoto vorgestellt. In den unterirdischen Laboren sind außer Opera drei weitere Experimente angesiedelt, Borexino, Icarus und LVD. Alle vier hätten Zeiten im Bereich der Lichtgeschwindigkeit gemessen. „Obwohl dieses Resultat nicht so aufregend ist wie einige erwartet haben, ist es doch das, was wir erwartet haben“, sagte Bertolucci.

Bereits Ende März war der Sprecher des Opera-Experimentes, der Physiker Antonio Ereditato, zurückgetreten. Er sagte damals, dass er gelassen sei: „Ich habe meinerseits keinerlei Lust auf Streit und hoffe, dass meine Entscheidung eine Phase abschließt.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Lachsack

09.06.2012, 20:54 Uhr

Ich lach mich krumm. Einstein ist bis heute nicht bestätigt worden, aber -zigmal widerlegt worden. Er widerspricht sich sogar selbst. Warum immer wieder dieser Blödsinn in die Welt gesetzt wird ist mir ein Rätsel.
Nur eine Quelle: http://www.ekkehard-friebe.de/RT.htm
Also Handelsblatt, bleibt bei der Wahrheit!

Trauer

02.07.2012, 21:21 Uhr

So ein Schwachsinn.

1. Zum Thema wissenschaftlicher Unsinn "Geschwindigkeits-Abhängigkeit der Masse":

Warum ist es in Teilchenbeschleunigern bisher nicht gelungen, auch nur ein Teilchen über die Lichtgeschwindigkeit hinaus zu beschleunigen? Lügen die alle? Warum profiliert sich da keiner, indem er richtig misst und aus den neu gewonnen Erkenntnissen Anwendungen generiert und reich wird?

2. Zum Thema wissenschaftlicher Unsinn "Umwandelbarkeit von Masse in Energie":
Wieso erzeugen Sterne derart viel Energie? Wir da Kohle verbrannt? Oder findet evt. Kernfusion statt? Könnte das vielleicht aus die Radioaktivität im Weltraum erklären?

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