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22.01.2008

11:15 Uhr

Umwelt

Teile slawischer Wallanlage auf Rügen abgestürzt

Bei dem Kreideabbruch an der Steilküste von der Ostseeinsel Rügen sind auch Teile einer slawischen Wallanlage in die Tiefe gestürzt. Am Samstag waren südöstlich vom Kap Arkona rund 1 500 Kubikmeter Sand, Lehm und Mergel aus einer Höhe von etwa 30 Meter abgerutscht.

Steilküstenabbruch am Kap Arkona dpa

Die Luftaufnahme zeigt den Steilküstenabbruch am Kap Arkona auf der Insel Rügen.

dpa KAP ARKONA. Bei dem Kreideabbruch an der Steilküste von der Ostseeinsel Rügen sind auch Teile einer slawischen Wallanlage in die Tiefe gestürzt. Am Samstag waren südöstlich vom Kap Arkona rund 1 500 Kubikmeter Sand, Lehm und Mergel aus einer Höhe von etwa 30 Meter abgerutscht.

Die Wallanlage, die bereits in der Vergangenheit zu zwei Dritteln ins Meer gestürzt war, ist der Rest der legendären Tempelburg und Kultstätte der Ranen, die hier zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert dem Gott Swantevit huldigten.

Den Abbruch der etwa 40 Meter hohen, 20 Meter breiten und zwei Meter starken Kreideschicht hatte ein Fischer beobachtet. In diesem Winter gab es schon drei größere Kreideabbrüche. Ursache ist nach Angaben des Nationalparkamtes Jasmund der ungewöhnlich niederschlagsreiche Sommer 2007.

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