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26.06.2011

14:53 Uhr

Umweltbundesamt

Ehec-Gefahr aus Trinkwasser gering

Experten warnen, der Ehec-Keim könne ins Trinkwasser gelangen, in ländlichen Regionen wurden bereits Bakterien entdeckt. Das Umweltbundesamt warnt aber vor Panik.

In Ballungsgebieten wird das Wasser häufig kontrolliert. Quelle: dpa

In Ballungsgebieten wird das Wasser häufig kontrolliert.

HamburgWissenschaftler warnen davor, dass der aggressive Ehec-Erreger auch ins Trinkwasser gelangen könnte. „Die Gefahr durch eine mikrobiologische Belastung des Trinkwassers wurde bisher absolut unterschätzt“, sagte Martin Exner, Direktor des Hygiene-Instituts der Uni-Klinik Bonn und Vorsitzender der Trinkwasser-Kommission des Umweltbundesamts (UBA), dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

Die Experten gehen davon aus, dass der Ehec-Erreger fähig ist, sich in der Umwelt einzunisten. Der Keim werde es darauf anlegen, „irgendwann wieder in den Menschen zu kommen“, sagte Helge Karch, Direktor des Instituts für Hygenie des Universitätsklinikums Münster.

In den deutschen Ballungsgebieten sei die Gefahr eher gering, weil das Trinkwasser mehrmals am Tag kontrolliert werde. Anders sehe die Situation jedoch in kleineren Wasserwerken aus.

Das Magazin berichtet von einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation WHO, wonach in fünf Prozent der Proben aus kleineren Wasserwerken Baden-Württembergs und in fast jedem zweiten privaten Brunnen des Landes Darmbakterien schwammen.

Der Präsident des UBA Jochen Flasbarth warnte anlässlich des Berichts in einer Erklärung vor „unbegründeter Panikmache“. Die mit unabhängigen Wissenschaftlern besetzte Trinkwasser-Kommission des Amts habe eine Gefahr für das Trinkwasser durch den aktuellen Ehec-Ausbruchstamm verneint. „So mancher Experte wäre gut beraten, von unbedachten Katastrophenmeldungen abzusehen“, kritisierte Flasbarth.

Das Umweltbundesamt betonte, die Bakterien des aktuellen Ausbruchsstamms kämen im Abwasser und in Gewässern äußerst selten vor. „Da der Anteil an Ehec-Kranken in der Bevölkerung sehr gering ist, gibt es unter den im Abwasser vorkommenden Darmbakterien nur in Ausnahmen Ehec.“ Dies bestätigten die vorliegenden Daten. In den vielen inzwischen untersuchten Wasserproben sei der Ausbruchsstamm bislang nur einmal gefunden worden - in den Nachuntersuchungen bereits nicht mehr. „Bislang gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass der Ehec-Stamm, der die aktuelle Erkrankungswelle auslöste, sich in Gewässern vermehren kann.“

Nach Angaben des Bundesamtes werden in sehr kleinen öffentlichen Wasserversorgungen und in einigen Gegenden insbesondere auch in Hausbrunnen zeitweilig E.coli-Bakterien gefunden. Das zeige, dass möglicherweise auch andere Krankheitserreger vorkommen könnten. „Deshalb ist eine Verbesserung der Überwachung in diesem Bereich mittelfristig notwendig.“ Eine Gefahr durch den aktuellen Ehec-Ausbruchsstamm habe die Trinkwasserkommission am 22. Juni aber ausgeschlossen.

Kommentare (1)

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wilfriedsoddemann

26.06.2011, 22:03 Uhr

EHEC Alarm: Wilfried Soddemann warnt seit Jahren vor Infektionen durch Trinkwasser!
EHEC und Sprossen: Trinkwasser in den nassen Keimlingen ist schuld!
EHEC durch Fäkalien im Trinkwasser beim Keimen der Sprossen übertragbar!
Oft Fäkalien im Trinkwasser:
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit warnt: Legionellen immer im Trinkwasser, Fäkalkeime in bis zu 33% der Proben. Anderswo in Deutschland wird das nicht anders sein. Das Umweltbundesamt berichtet über viele Nachweise von coliformen Bakterien im Trinkwasser. Prof. Exner, Chef der Trinkwasserkommission vom Bundesgesundheitsministerium, hat oft Enterobacter cloacae im Trinkwasser aus Talsperren nachgewiesen. Das Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hat in Trinkwasser in 20% der Proben Rotaviren gefunden. Der 1. Zwischenbericht Reine Ruhr in NRW betont wie auch der aktuelle Statusbericht die Belastung des Trinkwassers durch Viren. Trinkwasser enthält oft Bakterien, Parasiten und Viren. Liefern von Trinkwasser mit Krankheitserregern steht unter Strafe! Wasserwerke mit der üblichen Technik können Krankheitserreger nicht filtern oder abtöten. Trinkwasser muss mit der Ultrafiltration für 50 Cent je Person und Monat gefiltert werden.
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
soddemann-aachen@t-online.de
Telefon 0 25 82 – 99 13 66

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