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02.09.2016

16:35 Uhr

Unfall in Cape Canaveral

Rückschlag für Israels Satellitenindustrie

Die Explosion auf dem US-Raumfahrtbahnhof in Cape Canaveral hat einen israelischen Satelliten im Wert von mehr als 200 Millionen Euro zerstört. Der Unfall ist ein schwerer Rückschlag für Israels Kommunikationsindustrie.

Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX war am Donnerstag bei einem Test explodiert und hatte dabei auch den israelischen Satelliten zerstört, den sie transportieren sollte. Reuters

Cape Canaveral

Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX war am Donnerstag bei einem Test explodiert und hatte dabei auch den israelischen Satelliten zerstört, den sie transportieren sollte.

Tel AvivDie Zerstörung eines israelischen Satelliten bei einer Explosion auf dem US-Raumfahrtbahnhof in Cape Canaveral ist nach Expertenansicht ein schwerer Schlag für Israels Kommunikationsindustrie. Der Bau des Satelliten Amos-6 habe mehr als 200 Millionen Dollar gekostet, berichtete der israelische Rundfunk am Freitag. Es sei der bisher größte und fortschrittlichste Satellit, der je in Israel gebaut wurde.

Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX war am Donnerstag bei einem Test explodiert und hatte dabei auch den israelischen Satelliten zerstört, den sie transportieren sollte. Facebook hatte sich auf Amos-6 eingemietet und wollte ihn für das Projekt Internet.org nutzen, das entlegene Regionen mit schnellen Internet-Zugängen versorgen soll. Das zerstörte Gerät war für Afrika gedacht.

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Israel Aerospace Industries (IAI) hatte Amos-6 für die israelische Firma Spacecom gebaut. Der geplante Kauf von Spacecom durch ein chinesisches Unternehmen sei durch die Zerstörung des Satelliten in Frage gestellt, berichteten israelische Medien am Freitag.

Der Vorsitzende der israelischen Raumfahrtbehörde (ISA), Izchak Ben Israel, sprach von einem „sehr schweren Schlag für die israelische Satellitenindustrie“. Der Unfall gefährde die Zukunft der gesamten Branche, sagte Ben Israel dem israelischen Fernsehen. Es könnte bis zu drei Jahren dauern, einen Ersatz-Satelliten zu bauen.

Von

dpa

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