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21.01.2005

09:35 Uhr

University of California in San Diego

Flüssige Linse mit Druck in Form gebracht

Eine Flüssiglinse, die sich unter Druck auf eine gewünschte Brennweite verformen lässt, haben US-Forscher der University of California in San Diego präsentiert.

wsa HAMBURG. Der Prototyp von nur acht Millimetern Dicke und zwanzig Millimetern Durchmesser entstand als integriertes Linsensystem mit Hilfe von UV-Fotolitografie, schreibt das Forscherteam im Fachblatt „Optics Letters“. Dies mache kompakte und kostengünstige Linsen möglich, die in Kleinstkameras, Mobiltelefonen oder Laptops eingebaut werden könnten.

Klassische Zoomsysteme bestehen aus zwei festen Linsen, deren Abstand zueinander verändert wird. Da das Hauptelement der Flüssigkeitslinse ähnlich wie integrierte Schaltkreise in Serie gefertigt werden kann, gehen die Forscher davon aus, dass die Produktionskosten für Zoomobjektive deutlich reduziert werden könnten.

Elektronik-Professor Yu-Hwa Lo und seine Kollegen entwickelten die Linse aus zwei 20 Millimeter großen, runden Linsenkammern aus Polydimethylsiloxan (PDMS), die auf einer Seite der Glasfläche montiert wurden. Jede Kammer enthält eine 63-prozentige Natriumchromatlösung mit einem Brechungsindex von 1,5. Eine batteriebetriebene Miniaturpumpe sorgt an den integrierten Ventilen dafür, dass der gewünschte Druck auf die Flüssigkeit aufgebaut wird.

In Tests erreichten die Forscher ein Zoomverhältnis zwischen kleinster und größter Brennweite von zwei. Durch Verkleinern der Durchmesser der Linsenkammer seien aber auch Werte beim Zoomverhältnis von vier und höher möglich, schreiben die Forscher.

Eine ähnliche Technik hat auch die französische Firma Varioptic entwickelt. Hier werden die Flüssiglinsen allerdings über eine angelegte Spannung verformt.

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