Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.01.2011

12:24 Uhr

Universum

Naturkonstante nicht auf Leben optimiert

Quelle:Spektrum.de

Ist unser Universum die beste aller Welten für die Entstehung von Leben? An dieser populären Einschätzung gibt es massive Zweifel. Darauf weist der Physiker Don Page von der Universität Alberta in Kanada in einer Analyse der Ergebnisse seiner Kollegen hin. Ein Universum mit anderen physikalischen Eigenschaften wäre für die Entstehung von Leben wohl günstiger gewesen.

Bild der Galaxie NGC 6217. Ein Universum mit anderen Naturkonstanten hätte zahlreichere Galaxien, Sterne und Planten hervorgebracht - und damit mehr Möglichkeiten für Leben. dpa

Bild der Galaxie NGC 6217. Ein Universum mit anderen Naturkonstanten hätte zahlreichere Galaxien, Sterne und Planten hervorgebracht - und damit mehr Möglichkeiten für Leben.

ku HEIDELBERG. Unser Universum bietet nicht notwendigerweise die bestmögliche Kombination von Naturkonstanten für die Entwicklung von Leben. Darauf weist der Physiker Don Page von der Universität Alberta in Kanada in einer Analyse der Ergebnisse seiner Kollegen hin. Demnach sei die kosmologische Konstante nicht optimal auf die Entstehung massereicher Teilchen abgestimmt. Mit einem anderen Wert hätten sich nach dem Urknall deutlich zahlreicher Galaxien, Sterne und bevölkerte Planeten gebildet.

Naturkonstanten bestimmen, wie sich das Universum entwickelt – und die kosmologische Konstante beeinflusst die Ausdehnung des Raumes an sich. Hätte sie einen zu kleinen Wert, wäre das All schon wieder in sich zusammengefallen, noch bevor sich die ersten Mikroben ihres Lebens freuten. Wäre ihr Wert dagegen zu groß, hätte es sich sehr schnell ausgedehnt und dadurch die vorhandene Materie stark verdünnt. Galaxien, Sterne und Planeten gäbe es nicht.

Doch zwischen diesen Extremen, schreibt Page, existiert ein Bereich, in dem die kosmologische Konstante sehr wohl andere Werte annehmen kann, ohne die Chance auf Leben zu zerstören. Im Gegenteil: Wäre sie geringfügig kleiner, hätte es bereits im frühen Universum sogar mehr Atome gegeben. Dadurch wäre die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Leben noch größer gewesen, vermutet Page.

Diese Aussage widerspricht der populären Annahme vom "Feintuning" der Naturkonstanten, nach denen selbst winzigste Veränderungen ihrer Werte Leben unmöglich machen würden. In diesem Bild ist unser Universum so speziell, dass viele Wissenschaftler der Meinung sind, dies erfordere eine besondere Erklärung: Das aus diesen Überlegungen hervorgegangene Anthrophische Prinip besagt, dass unser Universum automatisch für Lebensformen geeignet sein müsse, da wir sonst nicht hier wären, um es zu beobachten. Doch nach Page sind nicht nur andere Universen möglich, sie wären mit einer anderen kosmologischen Konstante sogar noch besser geeignet.

Andere Größen könnten aber ebenso wichtig für die Entwicklung massereicher Teilchen sein, schränkt Don Page ein, der sich nur auf die kosmologische Konstante konzentrierte. Bisher wisse kein Physiker, ob die verschiedenen Naturkonstanten voneinander abhängig sind. Ebenso unklar sei es, ob eine möglichst große Zahl massereicher Materieteilchen wirklich ein Garant für die Entstehung von Leben ist.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

widerstand10

21.01.2011, 17:39 Uhr

Die Schwarze Materie ist Gott. Wenn ich die in Hamburg kratze, dann spürt er das in Mailand,New York bis zum Anfang des Universum. Schwarze Materie ist um und in uns. besser kann man Materie und Leben nicht kontrollieren. bitte widerlegen! geht aber nicht. Neue Religion von mir.

Wissen oder Glauben

21.01.2011, 22:53 Uhr

Gott wird sich schon etwas dabei gedacht haben, warum es so ist wie es ist. Umso länger ich lebe und auf diesem Planeten Erfahrungen sammle, umso mehr glaube ich an Gott. Aber damit meine ich nicht den Gott der Kirche. widerstand10 hat in gewisser Weise Recht. Ein Teil Gottes ist in allem. Wir sind ein Teil Gottes, wir Menschen sind Schöpfer und Gestalter. Unsere Seele benötigt den Körper um Erfahrungen zu sammeln, die ein geistiges Wesen nicht fühlen erspüren kann. Das wäre Trauer, Freude, Schmerz, Glück, Wut, Neid, Haß, Wärme und Kälte, berührung, alle menschlichen Emotionen und Gefühle. Dazu brauchen wir diesen materiellen Körper. Viele werden sich noch wundern, wenn sie tot sind, das es eben nicht das Ende ist. Der Körper stirbt, aber das Geistwesen Seele kann nicht sterben, da es ewig ist, genau wie Gott.

Wissen oder Glauben

21.01.2011, 22:59 Uhr

Ganz wichtig, LiEbE und DANKbARKEiT!
Die zwei wichtigsten Dinge, die die Seele beglücken und uns Freude und Frieden schenken.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×