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30.09.2013

13:46 Uhr

Urheberrecht in der EU

Patente sind Europas Jobmotor

Schutzrechte wie Patente oder Urheberrechte sind wichtige Motoren der EU-Wirtschaft. Eine aktuelle Studie belegt: Jeder dritte Job in Europa entsteht in schutzrechtsintensiven Branchen wie der IT- oder der Autoindustrie.

Die durchschnittliche Vergütung - so ein weiteres Ergebnis der Studie - ist in IPR-intensiven Branchen mehr als 40 Prozent höher als in anderen Wirtschaftszweigen. dpa

Die durchschnittliche Vergütung - so ein weiteres Ergebnis der Studie - ist in IPR-intensiven Branchen mehr als 40 Prozent höher als in anderen Wirtschaftszweigen.

Brüssel35 Prozent aller Arbeitsplätze in der EU entstehen in Branchen mit überdurchschnittlich hoher Nutzung geistiger Eigentumsrechte (IPR = Intellectual Property Rights). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die das Europäische Patentamt in Zusammenarbeit mit dem Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt erstellt hat.

Demnach gehen rund 40 Prozent der gesamten Wirtschaftsaktivität der EU – das sind rund 4,7 Billionen Euro – auf das Konto von Branchen wie Computerindustrie, Automobilwirtschaft, Arzneimittelindustrie oder Ingenieurswesen, die alle zu den 20 IPR-intensivsten Wirtschaftszweigen in Europa zählen. 90 Prozent des Handels der EU mit den anderen Regionen der Welt entfallen auf diese Branchen.

„Die Studie macht deutlich, dass die Nutzung von geistigen Eigentumsrechten in der Wirtschaft allgegenwärtig ist“, so EU- Kommissar Michel Barnier bei der Vorstellung der Ergebnisse. „Für die Förderung von Innovation und Kreativität spielen solche Rechte eine äußerst wichtige Rolle.“

Die Studie mit dem Titel Intellectual property rights intensive studies berücksichtigt alle wichtigen geistigen Eigentumsrechte wie Patente, Marken, Geschmacksmuster, Urheberrechte und geographische Ursprungsbezeichnungen. Sie deckt insgesamt 321 IPR-intensive Branchen ab – von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen über Werbung und Weinerzeugung, Herstellung von Eiskrem, Tapeten, elektrischer Beleuchtung und Haushaltsgeräten bis hin zu Satellitenkommunikation und Erdölgewinnung.

Als IPR-intensiv wurden Wirtschaftszweige eingestuft, wenn sie eine größere Anzahl von Schutzrechten je Beschäftigten anmelden als andere Branchen oder die Nutzung dieser Rechte unverzichtbarer Bestandteil ihrer Tätigkeit ist.

„Immaterielle Güter sind für innovationsorientierte Unternehmen extrem wichtig geworden“, sagte Benoît Battistelli, der Präsident des Europäischen Patentamts. „Patente ebnen besonders kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch Forschungsinstituten und Universitäten den Weg zu Kapital und Geschäftspartnern. Um in unserer globalen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Europa die Entwicklung und den Einsatz von Innovationen und neuen Technologien noch stärker als bisher fördern.“

Von

tt

Kommentare (1)

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DenkenistGluecksache

01.10.2013, 18:59 Uhr

Ah nee, wie kann man nur so eine verquere Denke vertreten, wie das "Patente sind Europas Jobmotor"?

Patente sind kein Jobmotor! Im Gegenteil, sie behindern den Fortschritt mehr, als sie nützen. Aber zum Glück werden sie ja nach 25 Jahren wieder frei und jeder darf damit tun und lassen, was er/sie will!

Patente sind der Klumpfuß der Wirtschaft, i.e. die Bleikugel des Schuldgeldes. Und sie dienen nur zur Rechtfertigung des Kapitals, nicht jedoch dem Vorantrieben des Fortschritts.
(...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.





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