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24.07.2012

14:06 Uhr

Urzeitmenschen im Wettstreit

Schlimmer als jeder Vulkanausbruch

Das Klima fuhr Achterbahn, Vulkanasche verdunkelte die Sonne – der Neandertaler lebte in unruhigen Zeiten. Doch weder Klimawandel noch Vulkane ließen den Urmenschen aussterben. Der wahre Feind war ein Verwandter.

Ein rekonstruiertes Skelett eines Neandertalers (r.) steht neben dem Skelett eines modernen Menschen. Im Wettstreit der Urmenschen unterlag der Neandertaler seinem Konkurrenten schließlich. ap

Ein rekonstruiertes Skelett eines Neandertalers (r.) steht neben dem Skelett eines modernen Menschen. Im Wettstreit der Urmenschen unterlag der Neandertaler seinem Konkurrenten schließlich.

WashingtonDer moderne Mensch setzte den Neandertalern mehr zu als Naturkatastrophen - so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Demnach spielten weder heftige Vulkanausbrüche noch rapide Klimaschwankungen beim Verschwinden des Neandertalers eine entscheidende Rolle.

Die Verwandten des modernen Menschen lebten in kleinen Gruppen und waren sehr mobil, sie konnten zunächst gut mit solchen Widrigkeiten umgehen, schreibt ein Forscherteam in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS). Auf längere Sicht sei Homo sapiens aber noch besser für die Anforderungen gerüstet gewesen und habe sich gegenüber dem Neandertaler durchgesetzt.

Während der letzten Kaltzeit vor etwa 100.000 bis 30.000 Jahren zogen die modernen Menschen von Afrika nach Europa und breiteten sich dort aus. Sie trafen dabei in vielen Regionen auf Neandertaler, die dort schon seit Zehntausenden von Jahren lebten. Etwa 40.000 Jahre vor unserer Zeit ging die Zahl der Neandertaler deutlich zurück, vor etwa 30.000 Jahren waren sie komplett ausgestorben.

Wissenschaftler rätseln seit langem darüber, welche Gründe für das Aussterben unserer Verwandten maßgeblich waren. Eine mögliche Ursache ist das Klima. Es gab in diesem Zeitraum immer wieder heftige Kaltzeiten, die von wärmeren Zwischenzeiten unterbrochen wurden. Die Gruppen waren gezwungen, vor der Kälte gen Süden zu fliehen, besiedelten die alten Gebiete aber in Warmzeiten wieder.

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