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22.03.2013

13:21 Uhr

Urzeitwesen

Vulkane machten Dinos zu Herrschern der Erde

Über das Ende der Dinosaurier herrscht mittlerweile Einigkeit unter den Wissenschaftlern. Jetzt haben US-Forscher untersucht, was den Aufstieg der Riesenechsen vor mehr als 200 Millionen Jahren begünstigte.

Vulkane begünstigten den Siegeszug der Dinosaurier. dpa

Vulkane begünstigten den Siegeszug der Dinosaurier.

BerlinDie Vorherrschaft der Dinosaurier während des Erdmittelalters vor 200 Millionen Jahren hatte ihren Ursprung offenbar in gigantischen Vulkanausbrüchen. Wie US-Forscher im Magazin „Science“ berichten, lösten die gewaltigen Eruptionen einen Klimawandel aus, dem viele Tier- und Pflanzenarten zum Opfer fielen. Das Massensterben machte den Weg frei für den Siegeszug der Riesenechsen.

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler um Paul Olsen von der New Yorker Columbia University Basalt, ein Vulkangestein. aus unterschiedlichen Erdteilen - von Nordamerika bis Nordafrika. Durch Untersuchung des Verfalls von Uran-Isotopen in dem Gestein ließen sich genaue Daten über den Ausbruch gewinnen.

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Die Fehlermarge bei der Datierung der Eruptionen ließ sich so von vormals eine bis drei Millionen Jahren auf wenige tausend Jahre reduzieren - für die Zeitrechnung von Geologen ein Augenzwinkern. Die aus dem Basalt gewonnenen Daten ergaben einen engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Massensterben der Arten. Offenbar verursachten die gewaltigen Mengen der ausgestoßenen Gase einen rasch fortschreitenden Klimawandel, dem sich viele Arten nicht anpassen konnten.

Ziemlich wasserdicht

Dadurch wurde der Weg frei für die Dinosaurier, die den Planeten für die nächsten 135 Millionen Jahre beherrschten, bevor sie ihrerseits ausgelöscht wurden. Nach den aktuellen Theorien war dafür entweder ein Meteoriteneinschlag oder eine erneute Zunahme von vulkanischen Eruptionen verantwortlich – möglicherweise auch eine Kombination von beidem.

Schon in den vergangenen Jahren hatten viele Wissenschaftler vermutet, dass das Massenaussterben am Ende des sogenannten Trias-Zeitalters zumindest teilweise von gigantischem Vulkanismus und dadurch verursachten Klimaveränderungen ausgelöst worden sein könnte. Allerdings waren die Forscher noch nicht in der Lage, die Ablagerungen aus Vulkaneruptionen in einen engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Massensterben zu bringen.

Mit der neuen Untersuchung seien zwar noch nicht alle Fragen hinsichtlich des genauen Ablaufs des Massensterbens beantwortet, so Olsen. Jedoch sei die zeitliche Übereinstimmung mit den vulkanischen Aktivitäten „ziemlich wasserdicht“.

Kommentare (5)

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HofmannM

22.03.2013, 13:41 Uhr

Ich würde nicht vom Klimawandel sprechen, die die Dinos entstehen haben lassen, sondern die Zusammensetzung der Atmosphäre. Durch die vulkanische Aktivitäten ist es nicht nur wärmer geworden, sondern es gelang auch mehr CO2 in die Atmosphäre. Durch diesen hohen CO2 Anteil der in Atmosphäre lag, konnte sich das Leben richtig groß entfalten. Das ein hoher CO2 Anteil auf das Wachstum Einfluss hat, dass beweisen die Gemüsezüchter in den holländischen und deutschen Gewächshäusern. Diese Gewächshäuser werden mit zusätzlichen CO2 befüllt. Damit wird eine bessere und größere Qualität und Ertrag am Gemüse erzielt. Das CO2 war und ist immer ein lebensnotwendiger Dünger für die Flora und Fauna unseres Planeten Erde.
CO2 ist der Schlüssel unseres Leben. Das kohlenstoffbasierende Gas ist die Basis für unser Leben auf Erden. Wie damals für die Dinos, wie auch heute für uns Menschen.

Rechtsberatung

23.03.2013, 12:21 Uhr

Jaja, aber Grundlage war der Klimawandel.

Und die weitere Erhöhung des Klimagases CO2 in der Atmosphäre wird auch heuer über die weitere Erwärmung für gewaltige Probleme sorgen.... und vielleicht den Weg für eine neue Spezies freimachen....

Hermann.12

23.03.2013, 13:46 Uhr

Na ja, der durch den Menschen verursachte Eintrag von CO2 in der Atmosphäre macht nur einen Bruchteil dessen aus, was die damaligen Eruptionen verursachten.
Es steht außer Frage, das der Mensch das Klima ändert und zwar kontinuierlich seit 10.000 Jahren.
Sicher ist, dass das exzessive Umweltveränderungen hier schädlich sind.
Weniger sicher ist, wie das Verhältnis von Klimaänderung und Anpassung aussieht. Umweltverschmutzung jedenfalls wird aktiv seit 50 Jahren reduziert, lange bevor Grüne auf den Plan traten. Und es ist noch nicht sicher, ob der erhöhte Druck des Umweltschutzes eher förderlich oder schädlich ist, weil er zu vielen übereilten Massnahmen geführt hat, die am Ende sogar schädlicher sein könnten für eine adäquate Anpassung.

H.

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