Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.10.2016

13:44 Uhr

US-Navy testet Abwehrschiff

U-Boot-Jagd per Drachenboot

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Ausfahrt mit Drachen: Das US-Militär testet auf dem Pazifik die U-Boot-Jagd der Zukunft. Ein unbemannter Trimaran kreuzt auf hoher See, Radar und andere Aufklärungssensoren schweben dabei Hunderte Meter über ihm.

Durch den Kite wird die Reichweite von Funk und Sensoren deutlich vergrößert. (Foto: Darpa)

Actuv mit Talons

Durch den Kite wird die Reichweite von Funk und Sensoren deutlich vergrößert. (Foto: Darpa)

BerlinLeinen los für den unbemannten U-Boot-Jäger: Die Darpa, eine Forschungseinrichtung des US-Militärs, hat im Pazifik einen neuen Typ von Abwehrschiffen getestet. Actuv (Anti-Submarine Warfare Continuous Trail Unmanned Vessel; etwa: unbemanntes Schiff für die permanente Verfolgung im Kampf gegen U-Boote) zieht einen Kite-Drachen hinter sich her, der mit Radar und anderen Hochleistungssensoren bestückt ist.

Actuv ist ein gut 40 Meter langer, 140 Tonnen schwerer Trimaran. Er soll monatelang autonom auf See im Einsatz sein und Tausende Seemeilen zurücklegen. Das unbemannte Schiff soll U-Boote aufspüren und verfolgen, kann aber auch als Minensucher eingesetzt werden.

Bei dem Test vor der Küste des US-Bundesstaats Kalifornien zog Actuv einen Kite hinter sich her, an dem Funk, Radar und andere Sensoren angebracht waren. Der Drachen namens Talons (Towed Airborne Lift of Naval Systems ) steigt mit seiner Nutzlast in eine Höhe zwischen etwa 150 und 450 Metern auf. Das erweitert die Reichweite der Sensoren und des Funks deutlich.

Bei den jüngsten Tests schwebte Talons etwa 300 Meter über dem Meer. In der Höhe hat das Radar beispielsweise die sechsfache Reichweite verglichen mit der Reichweite auf Meereshöhe. Die Reichweite des Handfunkgeräts hat sich mehr als verdreifacht, der Bereich, den der Infrarotscanner abdeckt, verdoppelte sich.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Josef Schmidt

26.10.2016, 15:43 Uhr

Die Strategie der USA dürfte hiermit klar sein. Ziel ist es nach einem Erstschlag den gegnerischen Gegenschlag durch U-Bootjäger und Raketenabwehr zu vereiteln.

Die große Frage ist wieviele U-Boote gefunden werden und wieviele ICBMs doch durchkommen. Selbst eine ICBM mit 10 Sprengköpfe reicht immerhin auch. Und die neuesten Sarmat oder Bulawa haben gute Chancen dazu da sie auch dafür gebaut wurden um eine Raketenabwehr zu täuschen.

Nur ein Narr kann glauben dass sie vom Gegner nicht getroffen werden. Aber unsere "Partner" machen sich in letzter Zeit immer öfter zum Narren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×