Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.12.2012

10:04 Uhr

US-Raumgleiter

X-37B in geheimer Mission im All

Der Raumgleiter X-37B der US-Luftwaffe ist zu seinem dritten Flug ins All gestartet. Und wieder einmal machen die Verantwortlichen beim Militär und seinen zivilen Partnern ein großes Geheimnis um die Mission.

Die Entwicklung der X-37B war 1999 zunächst von der zivilen Raumfahrtbehörde Nasa angestoßen worden, später übernahmen die Streitkräfte die Entwicklung des Raumschiffs. dpa

Die Entwicklung der X-37B war 1999 zunächst von der zivilen Raumfahrtbehörde Nasa angestoßen worden, später übernahmen die Streitkräfte die Entwicklung des Raumschiffs.

Cape CanaveralDas US-Militär hat erneut eine geheime Mission ins All gestartet. Zum dritten Mal schoss die Luftwaffe am Dienstagabend eine unbemannte Raumfähre vom Typ X-37B in den Weltraum. Das Mini-Raumschiff, das wie eine kleine Variante der mittlerweile ausgemusterten zivilen Space Shuttles aussieht, könnte neue Möglichkeiten bei der Spionage eröffnen.

Eine Trägerrakete vom Typ Atlas-V brachte das knapp neun Meter lange Gefährt vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida aus ins All. Der Hersteller des Raumschiffes, ein Konsortium der Rüstungskonzerne Boeing und Lockheed Martin, erklärte lediglich, die Mission der X-37B drehe sich um „Experimente im All“. Auch das Militär schwieg sich über den Zweck des Raumflugs aus.

Im April 2010 war erstmals eine Raumfähre vom Typ X-37B gestartet. Nach rund acht Monaten im All war das Raumschiff selbstständig auf die US-Militärbasis Vandenberg zurückgekehrt. Ein zweites Raumschiff war im vergangenen Juni nach einem 469 Tage dauernden Test im Weltraum wieder auf der Erde gelandet.

Der dritte Flug einer X-37B hätte eigentlich schon früher stattfinden sollen. Er wurde aber im Oktober wegen technischer Probleme an einer anderen Trägerrakete verschoben. Die Verantwortlichen wollten zunächst sicherstellen, dass es an den Triebwerken der Atlas-V nicht zu einem ähnlichen Problem kommen würde. Ende der vergangenen Woche erhielt die Mission dann die Erlaubnis für den jetzt erfolgten Start.

Die X-37B hat eine Länge von 8,90 Metern und eine Spannweite von 4,50 Metern. Im Weltraum wird es durch Solarzellen und Lithium-Ionen-Batterien angetrieben. Das Projekt war 1999 zunächst von der zivilen Raumfahrtbehörde Nasa gestartet worden, später übernahmen die Streitkräfte die Entwicklung des Raumschiffs. Die Kosten werden auf mehrere hundert Millionen Dollar geschätzt.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

K.M

12.12.2012, 13:12 Uhr

Komisch, alle regen sich über Spionage auf und die USA ist der größte Spionagemeister aller Klassen. Und schreit jemand oder regt sich auf? Wenn Nordkorea eine Raktete testet, dann heißt es gleich, Atombombenraketentest etc. Nur, hat die USA nicht letzte Woche einen Atomtest in Nevada durchgeführt? Und, habt Ihr Euch darüber aufgeregt? Haben die Massenmedien mal kritisch reagiert? NEIN, die USA bekommt sogar noch was geschenkt, die dumme nette Aufmerksamkeit dass es ja gut ist. Für wie blöd haltet Ihr Massenmedienbetreiber uns Menschen eigentlich noch? Ich glaube, Ihr seid so langsam die Dummen und nicht wir ....
Ziemlich

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×