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25.10.2016

02:41 Uhr

US-Studie

Rauchen bedingt jeden vierten Krebstod

Haben Krebsforscher die Gefahr von Zigaretten unterschätzt? Das räumen die Autoren einer US-Krebsstudie ein. Sie ermittelten, wie häufig Rauchen bei tödlichen Krebserkrankungen in den USA eine Rolle spielt.

Voller Aschenbecher, volles Risiko: Rauchen ist in den USA ein Faktor bei einem erheblichen Anteil der Krebstode. dpa

Zigarettenkippen im Aschenbecher

Voller Aschenbecher, volles Risiko: Rauchen ist in den USA ein Faktor bei einem erheblichen Anteil der Krebstode.

ChicagoRauchen ist einer neuen Studie zufolge bei jedem vierten Krebstod in den USA eine wesentliche Ursache. Die von der American Cancer Society anhand von Behördendaten und Gesundheitserhebungen aus dem Jahr 2014 erstellte Untersuchung zeigt zudem auf, dass es die meisten Krebstoten durch Rauchen in den Südstaaten gibt, wo Rauchen am weitesten verbreitet und öffentliche Verbote des Tabakkonsums weniger streng sind.

Analysiert wurden Daten über die Zahl von Rauchern und Todesfällen von Krankheiten, die mit Rauchen in Verbindung stehen: Lungen-, Kehlkopf-, Magen-, Darm-, Leber-, Bauschspeicheldrüsen- und Nierenkrebs, Leukämie. Die Forscher schätzten, wie viele Krebstote Rauchen zugeordnet werden können und verglichen das mit allen Todesfällen durch Krebs.

Der Studie zufolge waren 2014 mindestens 167.000 Todesfälle durch Krebs mit Rauchen verbunden. Das waren 29 Prozent aller Krebstoten in den USA. Eine auf verschiedenen Methoden gegründete Schätzung der US-Regierung geht sogar davon aus, das jeder dritte Tod durch Krebs mit Rauchen in Verbindung steht. Die Autoren der Studie räumen ein, dass sie die Gefahr durch Zigaretten unterschätzt haben könnten.

In Arkansas wurden 40 Prozent der Krebstode von Männern mit dem Rauchen in Verbindung gebracht. Kentucky verzeichnet die höchste Rate unter Frauen: 29 Prozent. Der Zigarettenkonsum in den USA geht zwar nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde zurück. Aber noch immer rauchen 40 Millionen erwachsene Amerikaner.

Das Ergebnis der Studie wurde am Montag im Fachblatt „JAMA Internal Medicine“ veröffentlicht.

Von

ap

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