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06.08.2012

15:29 Uhr

Vernetzter Verkehr

Wenn das eigene Auto den Fahrer warnt

Warnungen vor Staus und stark bremsenden Vordermännern sollen Autofahrer künftig von ihrem eigenen Pkw erhalten. In Hessen wird ein Computersystem erprobt, mit dem Autos untereinander kommunizieren.

Mit einer Flotte von 120 Autos testen Wissenschaftler und Autohersteller seit Montag im Raum Frankfurt ein neues System zur Unterstützung des Fahrers per Computer. dpa

Mit einer Flotte von 120 Autos testen Wissenschaftler und Autohersteller seit Montag im Raum Frankfurt ein neues System zur Unterstützung des Fahrers per Computer.

Frankfurt/MünchenIm Rhein-Main-Gebiet hat am Montag die vernetzte Zukunft des Autoverkehrs begonnen. Seit Montag sind bei einem Feldversuch rund um Frankfurt 120 Testwagen unterwegs, die über das Internet untereinander und mit einer Zentrale ständig Informationen zur Verkehrslage austauschen. Die von einem Herstellerkonsortium auf die Straße gestellte Flotte ist Teil eines neuen Infrastruktursystems zur Unterstützung des Fahrers und der Verkehrslenkung per Computer.

Die Autos tauschen über Mobilfunk Informationen über Gefahren aus und erhielten Hinweise zu Verkehrslage, Wettereinflüssen oder Fahrtroute, teilte die Technische Universität München am Montag mit. Der Feldversuch zwischen Frankfurt und Friedberg ist innerhalb des 69 Millionen Euro teuren Projekts „Sichere Intelligente Mobilität - Testfeld Deutschland“ (SimTD) auf sechs Monate ausgelegt.

Wissenschaftler sprechen von einem der bisher weltweit größten Flottenversuche im laufenden Verkehr. Die Autos seien auf Autobahnen, Landstraßen und im Frankfurter Stadtgebiet unterwegs. Pro Woche sollen sie 60 000 Kilometer zurücklegen, erklärte ein Projektsprecher.

Das wären pro Wagen 500 Kilometer in der Woche. Frankfurt gilt als Pendlerhauptstadt der Republik, zudem liegt die Stadt im Schnittpunkt wichtiger europäischer Straßenverbindungen. Die Autobahnen müssen ein extrem hohes Verkehrsaufkommen bewältigen.

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