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31.05.2012

21:27 Uhr

Verschmelzung droht

Milchstraße auf Kollisionskurs

Die Milchstraße, in der das Sonnensystem liegt, droht mit der Andromeda-Galaxie zu verschmelzen. Das hätten neue Bilder des Hubble-Weltraumteleskops belegt, so US-Wissenschaftler. Doch Grund zur Panik gibt es nicht.

Die Andromeda-Galaxie in einer Aufnahme des Spitzer Space Teleskops aus dem Jahr 2005. Reuters

Die Andromeda-Galaxie in einer Aufnahme des Spitzer Space Teleskops aus dem Jahr 2005.

WashingtonDas Schicksal unserer Heimatgalaxie ist besiegelt: Die Milchstraße wird mit der benachbarten Andromeda-Galaxie zusammenstoßen und dabei völlig umgekrempelt - allerdings erst in vier Milliarden Jahren. Über entsprechende Messungen des Weltraumteleskops „Hubble“ berichtete die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag in Washington.

„Nach fast einem Jahrhundert Spekulationen über das Schicksal der Andromeda-Galaxie und unserer Milchstraße haben wir endlich ein klares Bild davon, was während der kommenden Milliarden Jahre passieren wird“, sagte Sangmo Tony Sohn vom Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore (USA).

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Seit langem wissen Astronomen, dass sich die Andromeda-Galaxie und die Milchstraße annähern. Beide rasen mit etwa 400 000 Kilometern pro Stunde aufeinander zu. Unklar war bislang jedoch, ob sie direkt miteinander kollidieren, sich nur streifen oder sogar ganz verfehlen werden, weil die genaue Flugrichtung der Andromeda-Galaxie nicht bekannt war.

Mit dem „Hubble“-Teleskop sei es nun erstmals gelungen, auch die seitwärts gerichtete Bewegung der Andromeda-Galaxie zu messen, betonte STScI-Teamleiter Roeland van der Marel. „Unsere Beobachtungen sind statistisch konsistent mit einem Frontalzusammenstoß zwischen der Andromeda-Galaxie und unserer Milchstraße.

Durch die Kollision werden die beiden Spiral-Galaxien zu einer großen neuen elliptischen Galaxie verschmelzen, erläutern die Forscher. Unser Sonnensystem werde dabei voraussichtlich an einen völlig anderen Platz in der verschmolzenen Galaxie katapultiert, jedoch nicht zerstört.

Kollidierende Galaxien fliegen - anders als zusammenstoßende Autos - im Wesentlichen durcheinander hindurch. Direkte Zusammenstöße von Sternen kommen dabei kaum vor. Die Galaxien werden jedoch durch ihre Schwerkraft aneinander gefesselt und verschmelzen dadurch schließlich.

Von

dpa

Kommentare (3)

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bibi

01.06.2012, 00:06 Uhr

"Doch Grund zur Panik gibt es nicht."

Wenn man den Artikel mit "Milchstraße auf Kollisionskurs" betitelt, wird natürlich auch keiner auf die Idee kommen.

Sonntagsdozentin

01.06.2012, 01:16 Uhr

1000 Milliarden Euro Forschung,immerhin,besser kann man nicht Geld verpulvern.

Account gelöscht!

01.06.2012, 02:05 Uhr

ja, ja,
ein bißchen "BILD" steckt halt überall drin ...

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