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24.01.2005

10:10 Uhr

Forschung + Medizin

Viagra-Wirkstoff kann krankhaftes Herzwachstum verhindern

Der Wirkstoff in Viagra, der kleinen blauen Pille gegen Impotenz, kann krankhaftes Herzwachstum verhindern und sogar rückgängig machen. Das haben David Kass und Kollegen von der Johns Hopkins Universität in Baltimore in Versuchen mit Mäusen entdeckt.

dpa NEW YORK. Der Wirkstoff in Viagra, der kleinen blauen Pille gegen Impotenz, kann krankhaftes Herzwachstum verhindern und sogar rückgängig machen. Das haben David Kass und Kollegen von der Johns Hopkins Universität in Baltimore in Versuchen mit Mäusen entdeckt.

Die amerikanischen Forscher züchteten Mäuse, deren Herz durch Bluthochdruck oder Stresshormone chronisch überlastet war. Mit Hilfe des Wirkstoffs Sildenafil gelang es den Experten, den Folgen solcher Überlastung - zum Beispiel Herzmuskelvergrößerung oder sogar Herzversagen - mit dem Wirkstoff Sildenafil vorzubeugen.

In weiteren Tierversuchen wiesen die Forscher nach, dass Sildenafil krankhaftes Wachstum auch abbauen und die Funktion der Herzkammern damit verbessern kann. In der Onlineausgabe des Wissenschaftsjournals „Nature Medicine“ vom Montag berichtet das Team, dass der Viagra-Wirkstoff ein Enzym blockiert, das eine Schlüsselrolle bei der als Hypertrophie bekannten Vergrößerung des Herzens spielt: Phosphodiesterase-5A.

Sildenafil war ursprünglich als Mittel zur Herzdurchblutung entwickelt worden. Nur durch Zufall zeigte sich, dass der Stoff bei Männern die Potenz steigern kann. Viagra wurde als erste Tablette für Männer, die Probleme mit der Manneskraft haben, zugelassen.

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