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28.02.2011

08:15 Uhr

Mit einem Hirnscan sind US-Forscher den Erfolgsaussichten beim Kampf gegen die Zigarette auf die Spur gekommen. Quelle: dpa

Mit einem Hirnscan sind US-Forscher den Erfolgsaussichten beim Kampf gegen die Zigarette auf die Spur gekommen.

Mit einem Hirnscan können Wissenschaftler abschätzen, wie groß die Chancen für einen Raucher sind, sich das gesundheitsschädliche Laster abzugewöhnen. Je stärker eine bestimmte Hirnregion auf personalisierte Rauchstopp-Botschaften reagiert, desto größer die Erfolgsaussichten, berichten US-Forscher im Fachblatt „Nature Neuroscience“.

Die betreffende Hirnregion ist an der Verarbeitung von selbstbezogenen Informationen beteiligt. Sie wird zum Beispiel aktiv, wenn man über sich selbst nachdenkt.

Hannah Faye Chua und ihre Mitarbeiter von der Universität von Michigan in Ann Arbor hatten für ihre Studie insgesamt 91 Teilnehmer rekrutiert, die das Rauchen aufgeben wollten. Basierend auf einem ausführlichen Interview entwickelten die Wissenschaftler persönliche Durchhalte-Botschaften für jeden einzelnen Probanden, die seine Motivation während der Entwöhnungsphase stärken sollten.

Vor Beginn des eigentlichen Nichtraucher-Programms aber präsentierten die Forscher den Teilnehmern diese Botschaften, während sie zeitgleich bestimmte Bereiche des Gehirns scannten. Es zeigte sich, dass vier Monaten nach Beginn des Entwöhnungsprogramms diejenigen Probanden nicht mehr rauchten, deren Gehirn während des Scans sehr stark auf die personalisierten Botschaften reagiert hatte.

Ihre Untersuchung erkläre zumindest zum Teil den Erfolg von personalisierten Gesundheitsprogrammen, die zunehmend eingesetzt werden, um Menschen zu einer Verhaltensänderung zu bewegen - eben zum Beispiel mit dem Rauchen aufzuhören oder abzunehmen, schreiben die Wissenschaftler.

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