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27.02.2014

09:28 Uhr

Weltraumteleskop Kepler

Hunderte neue Planeten entdeckt

Mit einem Schlag hat sich die Zahl der bekannten Planeten in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, fast verdoppelt. Das Kepler-Weltraumteleskop hat mehr als 700 Exoplaneten bei fernen Sternen aufgespürt.

Die Zeichnung zeigt das Teleskop Kepler im Weltall. Die Mission des Weltraum-Observatoriums ist mittlerweile beendet, doch die gesammelten Daten dürften noch manche interessante Entdeckung bereithalten. dpa

Die Zeichnung zeigt das Teleskop Kepler im Weltall. Die Mission des Weltraum-Observatoriums ist mittlerweile beendet, doch die gesammelten Daten dürften noch manche interessante Entdeckung bereithalten.

DüsseldorfDie US-Weltraumbehörde Nasa hat die Entdeckung von 715 neuen Planeten bestätigt. Dies sei ein großer Schritt des Kepler-Teleskops auf dem Weg zur „Entdeckung einer Erde 2.0“, sagte Douglas Hudgins vom Planeten-Forschungsteam der Nasa.

Mit den neuen Funden sind in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, etwa 1700 Planeten bekannt. „Wir haben heute die Zahl der Planeten, die der Menschheit bekannt ist, fast verdoppelt“, erklärte Nasa-Planetenforscher Jack Lissauer bei einer Telefonkonferenz am Mitttwoch.

Alle neuen Planeten befinden sich in Systemen, die unserem Sonnensystem ähneln – mit mehreren Planeten, die um einen Stern kreisen. Beinahe alle haben eine Größenordnung, die in etwa der der Erde entspricht.

Vier der neuen sogenannten Exoplaneten umkreisen ihre Sterne in einem „bewohnbaren Abstand“, so dass es dort nicht zu heiß oder zu kalt für flüssiges Wasser ist. Aus wissenschaftlicher Sicht gilt das als eine Grundbedingung für die Entstehung von Leben.

Möglich wurde der spektakuläre Fund durch eine neue Analysetechnik, mit der Planetenkandidaten schneller bestätigt werden können. Der Planetenjäger Kepler war im März 2009 gestartet worden und hatte rund vier Jahre lang knapp 200.000 Sterne im Sternbild Schwan nach Planeten abgesucht.

Mitte des vergangenen Jahres versagte ein Teil der Steuerung des Teleskops und der Beobachtungsbetrieb musste eingestellt werden. Die von Kepler gesammelte Datenmenge ist allerdings so groß, dass längst noch nicht alle Beobachtungen ausgewertet sind. Mit neuen Entdeckungen ist also immer noch zu rechnen.

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