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29.06.2015

09:38 Uhr

Weltumrundung

Solarflugzeug wagt Start nach Hawaii

Seit Anfang März bereits befindet sich der Pilot André Borschberg auf einer Weltumrundung – in einem Solarflugzeug. Nun geht es von Japan nach Hawaii. Niemand weiß, ob er es schaffen kann.

Das Flugzeug hat eine Flügelspannweite von 72 Metern - weiter als eine Boeing 747, wiegt aber mit 2300 Kilogramm nur etwa so viel wie ein Minivan. ap

So sieht das Flugzeug aus

Das Flugzeug hat eine Flügelspannweite von 72 Metern - weiter als eine Boeing 747, wiegt aber mit 2300 Kilogramm nur etwa so viel wie ein Minivan.

TokioNach wochenlangem Warten ist das Solarflugzeug Solar Impulse zur längsten Etappe seiner geplanten Weltumrundung aufgebrochen. Die Maschine startete am Montagmorgen vom japanischen Nagoya in Richtung Hawaii. Pilot André Borschberg wird mit dem nur durch Sonnenenergie getriebenen Flugzeug für die Strecke über den Pazifik etwa fünf Tage brauchen. Möglichkeiten für eine Notlandung gibt es nicht, der Erfolg des Unternehmens ist damit sehr stark vom Wetter abhängig.

Die Mannschaft zögerte deshalb mit der offiziellen Bekanntgabe des Starts. „Eine formelle Verlautbarung wird veröffentlicht, wenn Solar Impulse den Punkt ohne Wiederkehr überflogen hat und wir wissen, dass Pilot André Borschberg auf einer sicheren Route ist, Hawaii zu erreichen“, schrieb das Team in einer Email.

Raumfahrt-Katastrophen

22. März 1961

Kurz vor dem ersten russischen Raumflug kommt der Kosmonaut Walentin Bondarenko beim Training in einer Isolationskammer des Moskauer Instituts für Raumfahrtmedizin ums Leben. Ein mit Alkohol getränkter Wattebausch hatte sich entzündet und die mit reinem Sauerstoff gefüllte Kammer in Brand gesetzt.

27. Januar 1967

Bei einem Bodentest der US-Raumkapsel Apollo 1 am Raketenstartplatz Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) verbrennen drei amerikanische Astronauten. Ein Funke hatte die Kapsel in Brand gesetzt.

24. April 1967

Der sowjetische Kosmonaut Wladimir Komarow zerschellt nach der Rückkehr aus dem Weltraum mit seinem Raumschiff Sojus 1 auf der Erde. Das Fallschirmsystem hatte versagt.

29. Juni 1971

Die dreiköpfige Besatzung des sowjetischen Raumschiffes Sojus 11 wird bei der Rückkehr von der Saljut-Raumstation tot in ihrer Kapsel aufgefunden. Bei der Landung hatte der Druckausgleich der Kapsel versagt.

18. März 1980

Eine Wostok-2M-Rakete explodiert beim Betanken direkt auf der Startrampe des russischen Weltraumbahnhofs Plessezk. 48 Menschen sterben.

28. Januar 1986

Nur 73 Sekunden nach dem Start explodiert die US-Raumfähre Challenger und stürzt in den Atlantik. Alle sieben Astronauten kommen ums Leben. Unglücksursache: eine fehlerhafte Dichtung zwischen Segmenten einer Antriebsrakete.

15. Februar 1996

Eine chinesische Rakete des Typs CZ-3 kommt kurz nach dem Start vom Kurs ab und stürzt in ein Dorf. Bei der Explosion sterben nach offiziellen Berichten sechs Menschen, inoffizielle Quellen sprechen von bis zu 500 Toten.

1. Februar 2003

Die Raumfähre Columbia bricht während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre auseinander. Alle sieben Astronauten an Bord sterben. Ursache der Katastrophe: Beim Start war ein Stück Schaumstoff vom Außentank abgerissen und hatte die Hitze-Isolierung des Spaceshuttles beschädigt.

22. August 2003

Eine brasilianische Trägerrakete des Typs VLS-1 explodiert auf der Startrampe des Weltraumbahnhofs Alcantara im Norden Brasiliens. 21 Menschen sterben.

Borschberg hatte die Etappe bereits Ende Mai in Angriff genommen, musste aber nach dem Start im chinesischen Nanjing den 8175 Kilometer weiten Flug nach Hawaii wegen schlechten Wetters abbrechen und in Japan zwischenlanden. Dort hielten ihn schlechtes Wetter und ein Defekt auf.

Das Flugzeug hat eine Flügelspannweite von 72 Metern - weiter als eine Boeing 747, wiegt aber mit 2300 Kilogramm nur etwa so viel wie ein Minivan. Die Energie kommt von 17 000 Solarzellen auf den Flügeln. Es war am 9. März in Abu Dhabi zu seiner Weltumrundung gestartet. Die Reise soll die Nutzung von erneuerbaren Energien voranbringen und war ursprünglich auf fünf Monate angelegt.

Einer der beiden Piloten muss immer am Boden bleiben. Borschberg will während des Fluges kurze Nickerchen, Yoga und Meditation machen, um den Schlafmangel im Flugzeug zu kompensieren.

Von

ap

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

30.06.2015, 09:43 Uhr

Auf so eine Technologie hat die Menschheit gewartet....ein Technologie die nur bei guten Wetter etwas taugt und die für 2300 kg. einen Spannweite von 72 Meter benötigt und 17.000 Solarzellen. Diese Technologie braucht KEIN MENSCH!!!

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