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Winterspeck durch Lichtmangel

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Reaktion auf den Wandel der Jahreszeiten

Ihren Zufallsfund haben die Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht. Noch haben sie die Wechselwirkungen nicht genau genug untersucht, um hinter die Funktion der Lichtsensibilität zu kommen. Laut ihrer Vermutung könnte es sich um ein System handeln, mit dem sich der Körper im Wandel der Jahreszeiten auf wechselnde Bedingungen einstellt.

Wenn die Fettzellen im Herbst seltener dem Licht ausgesetzt sind, könnte dies dazu führen, dass der Körper Speichervorräte für den Winter anlegt. Im Frühjahr würde dieser Winterspeck langsam abschmelzen, sobald die Rezeptoren in den Zellen wieder mehr blaues Licht auffangen.

Noch raten die Forscher allerdings davon ab, Hoffnungen in eine Art „Lichttherapie“ gegen Übergewicht zu setzen, zumal das problematische Fett beim Menschen in der Regel nicht unter der Haut, sondern im Bauchraum gespeichert ist, wo auch die intensive Sommersonne nicht hin scheint.

Andererseits: Schaden kann es auch nicht, im Winter ein bisschen mehr Sonnenlicht zu tanken – zum Beispiel bei einem Spaziergang. Dann ist der gesundheitliche Nutzen ohnehin garantiert.

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