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03.05.2013

10:05 Uhr

Winziges Fluggerät

Winzige Roboterfliege schwirrt durchs Labor

US-Forscher haben eine künstliche Fliege konstruiert. In vielen Dingen gleicht das Roboinsekt seinem natürlichen Vorbild. Allerdings benötigt es noch ein Kabel zur Energieversorgung. Doch auch das soll bald verschwinden.

Kaum die Größer einer 1-Cent-Münze erreichen die fliegenden Roboter. Die Konstruktion dieser winzigen Flugmaschinen stellte die Forscher vor große Herausforderungen. dpa

Kaum die Größer einer 1-Cent-Münze erreichen die fliegenden Roboter. Die Konstruktion dieser winzigen Flugmaschinen stellte die Forscher vor große Herausforderungen.

WashingtonUS-Forscher haben eine kleine Roboterfliege gebaut. Das zwei Zentimeter lange Kunstinsekt fliege wie sein natürliches Vorbild, berichten die Entwickler um Kevin Ma von der Harvard-Universität im Fachjournal „Science“. Es ist der erste derartig kleine Flugroboter mit schlagenden Flügeln und soll Wissenschaftlern unter anderem neue Einblicke in den Insektenflug eröffnen.

Die Roboterfliege wiegt nur 0,08 Gramm. Auch sonst gleicht das künstliche Insekt seinem Vorbild: Es hat zwei vergleichbare Flügel, mit denen es 120 Mal pro Sekunde schlägt – echte Fliegen erreichen noch zehn Flügelschläge mehr. Die Roboterflügel holen 110 Grad weit aus, das natürliche Vorbild schafft 120 bis 150 Grad.

Die Forscher ließen ihr Insekt im Labor steigen. Es kann in der Luft auf der Stelle stehen und grundlegende Flugmanöver ausführen. Dabei kommt es mit 19 Milliwatt auf dieselbe Leistung wie eine Stubenfliege, berichten die Erfinder.

In einem Aspekt unterscheidet sich die Roboterfliege allerdings stark von ihrem Vorbild: Sie benötigt eine externe Energieversorgung und muss daher verkabelt fliegen. Die Forscher planen jedoch, die Energieversorgung über eine sehr dicht gepackte Batterie sicherzustellen.

Der Miniatur-Flugroboter stellte die Entwickler vor eine ganze Reihe von Herausforderungen. Nur Spezialmaterialien sind in der Lage, die nötige Leistung zu bringen und den auftretenden Belastungen standzuhalten. So schufen die Wissenschaftler beispielsweise winzige künstliche Flügelmuskeln aus sogenanntem piezoelektrischen Material, das beim Anlegen einer elektrischen Spannung die Form ändert und so die Flügel antreiben kann.

Fliegen gehören zu den geschicktesten Kreaturen in der Luft: Sie können blitzschnell ausweichen und sogar auf Blumen landen, die sich im Wind bewegen. Sie sind daher nicht nur ein interessantes biologisches Untersuchungsobjekt, sondern auch ein gutes Vorbild für miniaturisierte Flugroboter, meinen die Forscher.

Von

dpa

Kommentare (7)

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emotiv

03.05.2013, 12:11 Uhr

das modifizierte Modell hat dann einen Stechrüssel und wird mit entsprechendem Virus bewaffnet!

Nico

03.05.2013, 13:07 Uhr

Genau das habe ich auch gedacht....

Letterman

03.05.2013, 13:11 Uhr

Und dann kommt die Spy Fliege. Nach dem Motto; Ich seh etwas was Du nicht siehst. Und ich werde es weitergeben. Grüße an BND, Mad, Mossad und andere Spy Vereine.

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