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17.01.2007

23:05 Uhr

Wissenschaft

Affenstudie gibt Aufschluss über Spanische Grippe

Eine Studie an Menschenaffen zeigt nach Angaben von Genetikern, warum die Spanische Grippe vor knapp 90 Jahren 50 Millionen Menschen weltweit zum tödlichen Verhängnis werden konnte.

dpa LONDON/NEW YORK. Eine Studie an Menschenaffen zeigt nach Angaben von Genetikern, warum die Spanische Grippe vor knapp 90 Jahren 50 Millionen Menschen weltweit zum tödlichen Verhängnis werden konnte. Der Erreger der damaligen Grippepandemie habe die Abwehrkräfte seiner Opfer gegen deren eigenes Körpergewebe dirigiert.

Das berichtet das amerikanisch-japanische Forscherteam im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 445, S. 319). Das Virus vom Typ H1n1 habe eine Überreaktion des Immunsystems infizierter Menschen ausgelöst, wodurch die körpereigene Abwehr dann unter anderem das Lungengewebe zerstört habe. Diese Reaktion beobachteten die Forscher bei den Primaten.

Die Spanische Grippe von 1918 bis 1920 hatte ein Drittel der Weltbevölkerung infiziert, etwa 50 Millionen Menschen starben. Seitdem suchen Forscher nach der Ursache für die erschreckende Zerstörungskraft des damaligen Virus, um die Menschheit vor der Wiederholung einer solchen Pandemie zu bewahren.

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