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08.01.2008

20:05 Uhr

Wissenschaft

Astronomen entdecken „Vorfahren“ der Milchstraße

US-Astronomen haben in den Tiefen des Alls die „Vorfahren“ von Spiralgalaxien wie der Milchstraße erspäht. Die neu entdeckten Galaxien sind nur ein Zehntel so groß wie die Milchstraße und haben lediglich ein Zwanzigstel ihrer Masse sowie 40 Mal weniger Sterne.

dpa NEW BRUNSWICK. US-Astronomen haben in den Tiefen des Alls die „Vorfahren“ von Spiralgalaxien wie der Milchstraße erspäht. Die neu entdeckten Galaxien sind nur ein Zehntel so groß wie die Milchstraße und haben lediglich ein Zwanzigstel ihrer Masse sowie 40 Mal weniger Sterne.

Das berichtete einer der Leiter der Forschergruppe, Eric Gawiser von der Rutgers-Universität in New Brunswick (US-Staat New Jersey), am Dienstag auf der Jahrestagung der Amerikanischen Astronomengesellschaft.

Das Team stieß auf Bildern des „Hubble“-Weltraumteleskops auf die Galaxien. Die jungen Welteninseln sind so weit entfernt, dass sie mit Teleskopen auf der Erde nicht von Sternen zu unterscheiden seien, erläuterten die Astronomen. Erst mit dem Weltraumteleskop habe sich die wahre Natur dieser Objekte offenbart. Die große Entfernung bedeutet auch einen Blick weit zurück in der Geschichte des Universums: Das Licht der jungen Galaxien ist rund zwölf Mrd. Jahre unterwegs gewesen, die Astronomen sehen die Objekte damit zu einer Zeit, als das Universum erst knapp zwei Mrd. Jahre alt war. Heute ist das Universum 13,7 Mrd. Jahre alt.

Jeweils mehrere dieser kleinen Galaxien, manchmal mehr als zehn, haben sich im Laufe der Jahrmilliarden zu den großen Spiralgalaxien wie der Milchstraße vereinigt. Die Entdeckung dieser Vorläufer- Galaxien sei für das Verständnis des Kosmos „wie der Fund eines Schlüssel-Fossils im Pfad der menschlichen Evolution“, sagte Gawiser.

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