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25.01.2006

02:05 Uhr

Wissenschaft

Forscher finden neue Minifische

Deutsche Biologen haben das bislang kleinste Wirbeltier der Welt entdeckt. Der Minifisch lebt in den stark säurehaltigen Schwarzwasser-Torfmooren Indonesiens, und manche Exemplare werden nur knapp acht Millimeter lang.

Buckelwal vor Australien dpa

Die kleinsten und die größten Wirbeltiere leben im Wasser. Während es Wale auf 190 Tonnen bringen, ist das Gewicht der neu entdeckten Winzfische nicht einmal in Gramm messbar.

dpa LONDON. Deutsche Biologen haben das bislang kleinste Wirbeltier der Welt entdeckt. Der Minifisch lebt in den stark säurehaltigen Schwarzwasser-Torfmooren Indonesiens, und manche Exemplare werden nur knapp acht Millimeter lang.

Das berichtet die Gruppe um Ralf Britz, der zurzeit am Londoner Natural History Museum forscht, in den „Proceedings B“ der britischen Royal Society. Das kleinste geschlechtsreife Weibchen unter den bislang gesammelten Exemplaren von Paedocypris progenetica maß demnach nur 7,9 Millimeter. Die Geschlechtsreife gilt Biologen als Merkmal für ein erwachsenes Tier.

Zusammen mit der ebenfalls neuen und nur wenig größeren Art Paedocypris micromegethes aus Malaysia begründet der indonesische Winzling eine ganz neue Gattung, wie Britz gemeinsam mit Kollegen aus Singapur und der Schweiz schreibt. Unglücklicherweise gefährde die Zerstörung der Lebensräume das Überleben der Minifische und damit die Möglichkeit der weiteren Erforschung.

Zuvor hatten australische Forscher einen kleinen Korallenfisch als weltkleinstes Wirbeltier identifiziert. Bei den bislang lediglich sechs bekannten Exemplaren von Schindleria brevipinguis ließ sich Britz zufolge die Geschlechtsreife nur bei einem 8,4 Millimeter langen Weibchen eindeutig nachweisen.

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