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04.04.2006

02:55 Uhr

Wissenschaft

Harnblase aus gezüchtetem Gewebe in Patienten eingesetzt

Sieben Patienten haben erstmals eine Harnblase aus ihrem eigenen, gezüchtetem Gewebe erhalten.

dpa WINSTON-SALEM/WASHINGTON. Sieben Patienten haben erstmals eine Harnblase aus ihrem eigenen, gezüchtetem Gewebe erhalten. Die vier bis 19 Jahre alten Probanden hatten auch nach zwei bis fünf Jahren Beobachtungszeit noch eine verbesserte Blasenfunktion, wie ein US- Ärzteteam in der Online-Ausgabe des britischen Fachjournals „The Lancet“ vom Dienstag berichtet.

Die Mediziner hatten Gewebe aus der Blase der Patienten entnommen und daraus im Labor Muskel- und spezielle Blasenzellen entwickelt. Sie setzten die Zellen auf ein blasenförmiges Grundgerüst und ließen sie sieben bis acht Wochen wachsen. Dann kombinierten die Ärzte das neue Blasengewebe mit dem alten Organ der Patienten. Es seien aber noch weitere Studien nötig, bevor die Methode breit angewendet werden könnte, betonte das Team um Anthony Atala von der Wake Forest University Medical School in Winston-Salem (US-Staat North Carolina).

Die sieben Patienten hatten eine angeborene Blasenstörung. Die so genannte Myelomenigozele ist eine Fehlbildung des Rückenmarks, die sich auf die Blase auswirken kann.

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