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10.01.2008

22:45 Uhr

Wissenschaft

„Hubble“ entschleiert „blaue Klumpen“ als verwaiste Sternhaufen

Mit dem „Hubble“-Weltraumteleskop haben US- Astronomen rätselhafte „blaue Klumpen“ im Kosmos als verwaiste Sternhaufen entschleiert.

„Hubble“-Teleskop dpa

Mit dem „Hubble“-Weltraumteleskop haben US-Astronomen rätselhafte „blaue Klumpen“ im Kosmos als verwaiste Sternhaufen entschleiert.

dpa AUSTIN. Mit dem „Hubble“-Weltraumteleskop haben US- Astronomen rätselhafte „blaue Klumpen“ im Kosmos als verwaiste Sternhaufen entschleiert.

Die Objekte waren in rund zwölf Mill. Lichtjahren Entfernung in der Leere zwischen zwei Galaxien entdeckt worden, wo die Forscher nichts derartiges erwartet hatten. Mit dem Weltraumteleskop gelang es nun, sie als Ansammlungen blau strahlender Sterne zu identifizieren, wie Duilia de Mello von der Katholischen Universität von Amerika in Washington auf der Jahrestagung der Amerikanischen Astronomengesellschaft in Austin (US-Staat Texas) berichtete.

Diese Sternhaufen sind mit jeweils mehreren zehntausend Sonnenmassen viel größer als solche, die normalerweise in Galaxien zu finden sind. Sie entstanden offensichtlich bei einer Kollision der Galaxien M81 und M82 im Sternbild Großer Bär vor 200 Mill. Jahren. Die Kollision entzündete ein Feuerwerk der Sternentstehung in einer dünnen, intergalaktischen Gasfahne, die sich seit dem Zusammenstoß zwischen den Galaxien durch den Kosmos zieht. Tatsächlich sind die Sternhaufen nicht älter als 200 Mill. Jahre, und manche Sterne in ihnen gibt es erst seit etwa zehn Mill. Jahren, wie das europäische „Hubble“-Zentrum in Garching bei München berichtete. Zum Vergleich: Unsere Sonne ist bereits rund fünf Mrd. Jahre alt.

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