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10.01.2007

13:25 Uhr

Wissenschaft

Pläne für rein britische Mission zum Mond

In Großbritannien gibt es neue Pläne für eine erste rein britische Mission zum Mond. Möglich sei, etwa im Jahr 2010 von einer Raumsonde aus vier große Projektile mit Messinstrumenten auf den Erdtrabanten zu schießen, berichtete der Sender BBC am Mittwoch.

Mond dpa

In Großbritannien gibt neue Pläne für eine rein britische Mission zum Mond (Symbolbild).

dpa LONDON. In Großbritannien gibt es neue Pläne für eine erste rein britische Mission zum Mond. Möglich sei, etwa im Jahr 2010 von einer Raumsonde aus vier große Projektile mit Messinstrumenten auf den Erdtrabanten zu schießen, berichtete der Sender BBC am Mittwoch.

Dabei soll auch die erst wenig erforschte erdabgewandte Seite des Mondes untersucht werden. Einige Jahre später könne dann sogar eine britische Sonde auf dem Mond landen. Bislang ist Großbritannien nur über die US-Raumfahrtbehörde Nasa oder die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) an Missionen ins All beteiligt.

Die Pläne wurden von einem Privatunternehmen im Auftrag des britischen Astronomie- und Teilchenphysik-Forschungsbeirates (Pparc) entwickelt und sind noch kein offizieller Vorschlag an die Regierung. Der Geschäftsführer der Firma Surrey Satellite Technology, Martin Sweeting, verwies darauf, dass Mondflüge inzwischen deutlich billiger seien als zur Zeit der ersten Mondlandung 1969. „Heute kosten kleine Missionen rund 500 Mill. Euro. Mit den Fortschritten bei kleinen Satelliten können wir die Kosten vermutlich noch um mindestens ein Fünftel senken.“

Die geplante erste Mission, die unter anderem Informationen über so genannte Mondbeben sammeln soll, bekam den Namen „Moonlight“. Die Messung der Mondbeben mit den etwa zwei Meter tief verankerten Instrumenten soll auch neue Einsichten in den inneren Aufbau des Erdtrabanten liefern. Bei der zweiten Mission unter dem Namen „Moonraker“ soll es dann darum gehen, im Rahmen eines Nasa-Programms nach geeigneten Standorten für eine bemannten Stützpunkt auf dem Mond zu suchen. Für Großbritannien könnten eigene Mondmissionen einen großen Vorteil bei der Entwicklung neuer Technologien bedeuten, sagte Sweeting.

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