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10.01.2007

14:50 Uhr

Wissenschaft

Polarjahr soll Wissen über Klimaveränderung verbessern

Zwei Jahre lang wollen mehr als 50 000 Wissenschaftler aus 60 Nationen Zustand und Zukunft der Polarregionen erforschen. Das „Internationale Polarjahr“ geht von März 2007 bis März 2009.

dpa FRANKFURT/MAIN. Zwei Jahre lang wollen mehr als 50 000 Wissenschaftler aus 60 Nationen Zustand und Zukunft der Polarregionen erforschen. Das „Internationale Polarjahr“ geht von März 2007 bis März 2009.

„Ziel ist es, unser Wissen über die Polargebiete und ihre Bedeutung für das Klima, die Ökosysteme und die Menschen einen gewaltigen Schritt voranzubringen“, sagte Prof. Reinhard Dietrich am Mittwoch in Frankfurt. „Die Rückseite des Mondes ist genauer kartiert als manche Bereiche in den Polarregionen.“

Dietrich lehrt an der Technischen Universität Dresden und ist Vorsitzender der Deutschen Kommission zum Internationalen Polarjahr. Organisiert wird die riesige Forschungskampagne von der Weltwetterorganisation (World Meteorological Organisation, WMO) und dem Internationalen Wissenschaftsrat (International Council for Science, Icsu). Im Frankfurter Senckenberg-Museum organisierte das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) am Mittwoch ein Seminar, in dem einige der deutschen Beiträge vorgestellt wurden.

Die Pole seien entscheidend für das Erdklima, sagte Dietrich. Schmilzt das Eis an den Polen, steigt der Meeresspiegel und große Küstengebiete werden unbewohnbar. Taut der Dauerfrostboden in den Polarregionen, werden riesige Mengen des Klimagases Methan frei. Das erhöht die Temperatur und verstärkt erneut die Schmelze. „Wie es um die Polargebiete bestellt ist, hat demnach einen unmittelbaren Einfluss auf unser Leben.“ All diese Zusammenhänge seien zwar inzwischen auch bei der breiten Bevölkerung angekommen, dennoch seien die Prognosen noch zu selten von guten Daten gestützt. Das Polarjahr soll helfen „die Vorhersagen solider zu gestalten“.

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