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13.04.2006

20:15 Uhr

Wissenschaft

Satellitenbilder zeigen riesigen Steinzeit-Tschadsee

Der heutige Tschadsee ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Vor 6 000 Jahren dehnte sich das Gewässer im nördlichen Zentrum Afrikas auf mehr als 340 000 Quadratkilometer aus. Er war damit annähernd so groß wie Deutschland und 100 Mal so groß wie heute.

dpa PARIS. Der heutige Tschadsee ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Vor 6 000 Jahren dehnte sich das Gewässer im nördlichen Zentrum Afrikas auf mehr als 340 000 Quadratkilometer aus. Er war damit annähernd so groß wie Deutschland und 100 Mal so groß wie heute.

Das alte Ufer sei fast durchgängig auf mehr als 2 300 Kilometern auf Satellitenbildern zu erkennen, teilte das Forschungsinstitut für Entwicklung IRD am Donnerstag in Paris mit. Die Erkenntnisse hätten auch Bedeutung für die Erforschung der Folgen der derzeitigen Klimaerwärmung.

Die Satellitendaten zeigen einen Süßwassersee, der fast an die Ausdehnung des Kaspischen Meeres heranreicht. Der steinzeitliche Tschadsee war bis zu 160 Meter tief, während der heutige Tschadsee an der tiefsten Stelle kaum auf zehn Meter hinabreicht.

Er wurde nicht nur - wie heute - von zwei Flüssen aus dem feuchten Süden gespeist, sondern auch von zahlreichen Zuflüssen aus dem Norden. In der Sahara seien die alten Flussbetten und Mündungsdeltas gut zu erkennen, hieß es. Anders als heute hatte der See zudem einen Abfluss, der über den Niger in den Atlantik mündete.

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