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20.02.2014

15:07 Uhr

World Ocean Review

Die Tiefsee als Rohstoffquelle

Die technischen Herausforderungen sind immens, aber angesichts der hohen Rohstoffpreise interessieren sich immer mehr Staaten und Firmen für Tiefseebergbau. Der neue „World Ocean Review“ zeigt Chancen und Risiken auf.

Manganknollen gehören zu den begehrten Schätzen der Tiefsee. dpa

Manganknollen gehören zu den begehrten Schätzen der Tiefsee.

HamburgRohstofflager im Meer rücken zunehmend ins Visier von Staaten und Konzernen. Künftig könnten „Erze in Form von Manganknollen, Kobaltkrusten und Massivsulfiden in bis zu 4000 Meter Tiefe abgebaut werden“, heißt es im Bericht „World Ocean Review III - Rohstoffe aus dem Meer“, der am Donnerstag in Hamburg vorgestellt wurde.

Darin haben Forscher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ und internationale Experten Fakten zu Öl- und Gasvorkommen sowie mineralischen Ressourcen zusammengetragen. Gleichzeitig warnen sie vor Risiken für die Umwelt.

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Mit immer knapper werdenden Rohstoff-Reserven an Land richten die Exploratoren der Öl- und Bergbaukonzerne ihre Blicke zunehmend auf Abbaugebiete, die lange als unerschließbar galten.

Gold und Silber, Kupfer und Zink: Diese und weitere seltene Metalle sind heiß begehrt. Bisher werden sie an Land abgebaut, doch der weltweite Hunger nach Rohstoffen und die daraus resultierenden hohen Preise rücken auch Lagerstätten in der Tiefsee ins Visier von Staaten und Firmen.

„Rohstoffe im Meer haben großes Potenzial“, sagte der Sprecher von „Ozean der Zukunft“, Martin Visbeck. „Aber man kann wohl sagen, trotz der steigenden Metallpreise ist derzeit noch niemand bereit, sehr viel Geld für den Tiefseebergbau in die Hand zu nehmen.“

Dennoch, „die wirtschaftliche Nutzung mariner mineralischer Rohstoffe rückt angesichts des Anstiegs der Rohstoffpreise und globaler Verknappungsszenarien bei bestimmten Rohstoffen immer mehr in den Fokus und könnte mittelfristig eine größere Bedeutung erlangen“, heißt es etwa im „Nationalen Masterplan Maritime Technologien“ des Bundeswirtschaftsministeriums.

Und auch Unternehmen zeigen Interesse an den mineralischen Schätzen der Ozeane. „Natürlich gucken sich Firmen da nach neuen Lagerstätten um“, sagte Visbeck.

Kommentare (3)

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Prophet

20.02.2014, 15:33 Uhr

Der unermesslichen Gier und Respektlosigkeit einiger Konzerne ist kein Ort heilig.
Die Zusammenhänge in der Tiefsee sind gänzlich unbekannt aber ausbeuten und damit zerstören kann man sie.
Aus der Tiefsee kam einst das Leben. Ist die Umgebung dort erst einmal vernichtet, wird das wohl nie wieder geschehen.
Ich habe für solche Leute und Gedanken nur Verachtung übrig. Pfui

Account gelöscht!

20.02.2014, 18:13 Uhr

Die Seegurken sagten mir beim letzten Treffen, daß sie die Manganknollen entbehrlich fänden. Zur Ausbeutung der Knollen schlage ich vor, trotzdem eine vorübergehende Evakuierung aller Lebewesen vorzunehmen mit anschließender Wiederbesiedelung. Die Zustimmung der Delphine und Wale gilt als sicher.

Als wenn sich je jemand bei Atomtests, Umweltverschmutzung und Überfischung, etc. um diese Kreaturen Gedanken gemacht hätte.

holger29

21.02.2014, 09:11 Uhr

Der zugrundeliegende Artikel lässt nähere Informationen vermissen.

Schön wäre es gewesen wenn sich der Journalist ein wenig mit der Thematik beschäftigt hätte. Daten zu Resourcen, Kostenschätzungen für einen Abbau solcher Vorkommen, mögliche Interessen von Regierungen, Konzernen, Oeko NGO, wären sehr lesenswert gewesen.

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