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25.10.2016

12:56 Uhr

World Robot Conference

Chinas Roboter auf Aufholjagd

China setzt zur Aufholjagd in Sachen Roboter an: Bis zum Jahr 2020 sollen auf jeweils 10.000 Arbeiter 150 Roboter kommen. Wie weit das Land schon ist, zeigt derzeit die World Robot Conference in Peking.

Der Roboter aus China nennt seinen Namen, reagiert auf Sprachbefehle und tanzt zu Songs von Michael Jackson. AP

Roboter Canbot

Der Roboter aus China nennt seinen Namen, reagiert auf Sprachbefehle und tanzt zu Songs von Michael Jackson.

PekingGestatten: Canbot. Der Roboter aus China nennt seinen Namen, reagiert auf Sprachbefehle und tanzt zu Songs von Michael Jackson. Er präsentiert sich derzeit auf der World Robot Conference in Peking – und steht zugleich für den großen Aufholbedarf seines Heimatlandes. Denn auch für ihn gibt es schon längst ein Vorbild: den japanischen „Pepper“.

Der kam schon vor gut einem Jahr auf den Markt. Die 1,20-Meter-Figur, die Gefühle lesen und entsprechend handeln soll, wurde vom Tokioter Technologieunternehmen Softbank als künstlicher Freund geschaffen. Der Canbot von Infinities International in Shandong tritt nun in seine Fußstapfen und wird ebenso als Service-Roboter angepriesen.

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Auf der fünftägigen Show in Peking zeigte China, wie rege es mittlerweile in der Roboter-Industrie ist. Die Messe wirbt für ausgefeilte Technologie, die das Label „Made in China“ neu definieren soll, und auch für deren Einsatz in den unzähligen Fabriken des Landes.

Viele Produktionsstätten in den Industriezentren im Süden, die lange auf billige Wanderarbeiter zurückgriffen, wenden sich inzwischen Robotern zu. Bei der Nachfrage nach den Maschinen liegt China weltweit an erster Stelle und wird bald mehr von ihnen im Einsatz haben als jedes andere Land. Allein das Unternehmen Foxconn aus Taiwan, das die Apple-iPhones in China zusammenbaut, hat in seinen Fabriken rund 40.000 Roboter installiert.

Nicht nur angesichts steigender Personalkosten, sondern auch, weil es wegen der Ein-Kind-Politik und der alternden Gesellschaft immer weniger Arbeiter gibt, steht die Industrie des riesigen Landes vor einer Wende. In ihrem Plan „Made in China 2025“ hat die Regierung eine Strategie für die industrielle Aufholjagd vorgelegt, bei der Robotertechnik eine wesentliche Rolle spielt.

Als Ziele werden unter anderem die Produktion von 100.000 Industrierobotern jährlich und der Einsatz von 150 Robotern pro 10.000 Arbeitern bis 2020 genannt. Damit wird die sogenannte Roboterdichte beschrieben, bei der China derzeit weltweit noch auf Rang 28 liegt, hinter Staaten wie Portugal und Indonesien.

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