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13.02.2015

21:09 Uhr

Ziel Neuschwanstein

Hitchbot trampt durch Deutschland

Er hat schon eine Reise quer durch Kanada hinter sich, nun soll Roboter hitchbot durch Deutschland trampen. Am Morgen ist der Anhalter in München gelandet. Sein Ziel am Abend: Schloss Neuschwanstein.

Der Roboter "hitchBOT" sitzt in München am Straßenrand und lächelt in die Kamera. Das Ziel seiner ersten Tagesetappe in Deutschland ist Schloss Neuschwanstein. dpa

Roboter hitchBOT

Der Roboter "hitchBOT" sitzt in München am Straßenrand und lächelt in die Kamera. Das Ziel seiner ersten Tagesetappe in Deutschland ist Schloss Neuschwanstein.

MünchenDer trampende Roboter hitchBot hat seine zehntägige Reise durch Deutschland begonnen. Freitagabend hob der von kanadischen Wissenschaftlern gebaute Roboter in München zum ersten Mal seinen gelben Gummidaumen, um sich zu seinem ersten Ziel, dem Schloss Neuschwanstein, mitnehmen zu lassen. Bis zum 22. Februar soll der sprechfähige Roboter Autofahrer dazu bringen, ihn mit zu Stationen in ganz Deutschland mitzunehmen.

Erfinder der Ryerson Universität im kanadischen Toronto hatten hitchbot im vergangenen Jahr zu einer 6000 Kilometer langen Tour durch Kanada geschickt. Dabei gewann er weltweit Millionen Fans. Zusammen mit seinen Erfindern – darunter die Deutsche Frauke Zeller - flog die mit Armen und Beinen aus Schwimmnudeln, bunten Gummistiefeln und einem aus LED-Lampen gestalteten Gesicht drollig gestaltete Maschine am Donnerstag von Toronto nach München.

Am Freitag verbrachte hitchBot die Stunden vor seinem Reisebeginn wie viele München-Touristen: Er war in der Innenstadt unterwegs und landete dort dann im Hofbräuhaus. Auf Twitter veröffentlichte er ein Foto mit zwei Bayern am Biertisch und der Nachricht „Ankunft in München, wo man mich mit offenen Armen empfangen hat.“

Der acht Kilo schwere Roboter kann nicht selbst laufen, sondern muss getragen werden. Dafür kann er aber sprechen und wurde mit einer großen Menge an Wissen programmiert. Mit dem Projekt wollen die Forscher nach eigenen Angaben den gesellschaftlichen Umgang mit Robotern vorantreiben. Nach Schloss Neuschwanstein soll hitchBot auch den Kölner Karneval besuchen, im Ruhrgebiet auf den Spuren des Fußballs wandeln, Sylt bereisen sowie Berlin und Görlitz. Außer Sehenswürdigkeiten soll der Roboter aber auch Menschen kennenlernen – zu den Höhepunkten der Kanada-Reise gehörte die Teilnahme an einer Hochzeit.

Von

afp

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