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18.11.2016

20:44 Uhr

Zika-Virus

WHO erklärt Ende des Gesundheitsnotstandes

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den weltweiten Gesundheitsnotstand aufgrund der Zika-Epidemie für beendet erklärt. Dennoch stuft sie das Virus langfristig als ein großes Problem für die Menschheit ein.

Der kleine Blutsauger kann neben Zika-Viren auch die Erreger von Gelbfieber und Dengue-Fieber übertragen. AP

Mücke Aedes aegypti

Der kleine Blutsauger kann neben Zika-Viren auch die Erreger von Gelbfieber und Dengue-Fieber übertragen.

GenfDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Ende des weltweiten Gesundheitsnotstands wegen der Zika-Epidemie erklärt. Diese Entscheidung teilte der Vorsitzende des Notfall-Komitees der WHO für Zika, David Heymann, in Genf mit.

Zika bleibe zwar „langfristig ein äußerst gewichtiges Problem“, es gebe aber keinen Notstand von globalem Ausmaß mehr, erläuterte Heymann bei einer per Internet übertragenen Pressekonferenz.

Die WHO hatte den Notstand im Februar ausgerufen, nachdem sich das Zika-Virus insbesondere in Lateinamerika ausgebreitet hatte. Überträger des Zika-Virus sind die Asiatische Tigermücke sowie die Ägyptische Tigermücke, die auch Dengue-Fieber übertragen kann.

Das Zika-Virus

Das Virus

Das Zika-Virus wurde erstmals 1947 bei einem Affen aus dem Zikawald im afrikanischen Uganda festgestellt. Es tauchte anschließend vereinzelt auch in Asien auf und wurde wiederholt bei heimkehrenden Touristen nachgewiesen.2007 wurde Zika im Pazifikraum (Mikronesien) festgestellt, einen größeren Ausbruch gab es 2013/2014 in Französisch-Polynesien.

Der Überträger

Das Zika-Virus wird durch Aedes-Stechmücken auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bislang nicht beobachtet.

Der Ausbruch

Seit 2015 beobachten Mediziner einen massenhaften Ausbruch, der in Brasilien seinen Anfang nahm und inzwischen ganz Lateinamerika betrifft.

Die Symptome

Zu den klassischen Symptomen einer Zika-Virus-Infektion zählen Hautausschlag und leichtes Fieber, seltener Erbrechen und Kopfschmerzen. Infektionen verlaufen meist mild, der Hautausschlag klingt üblicherweise nach etwa einer Woche ab, die anderen Symptome früher.

Die Gefahr

Es besteht der Verdacht, dass Zika-Infektionen von Schwangeren zu Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen führen können. In Brasilien wurden in den vergangenen Monaten rund 3900 Fälle der sogenannten Mikrozephalie registriert, eines zu kleinen Schädelvolumens bei Neugeborenen. In sechs Fällen hatten Schwangere sich mit Zika infiziert, bei Hunderten weiteren Fällen besteht ein entsprechender Verdacht.

Die Bekämpfung

Ein Impfstoff gegen das Virus existiert nicht, die Bekämpfung zielt daher auf den Überträger, die Aedes-Stechmücke. Mückenbekämpfungs-Programme wie jetzt Brasilien sind ein Weg, ein anderer ist der persönliche Schutz: Wer in Zika-gefährdete Regionen reist, sollte lange, bedeckende Kleidung tragen, freie Hautflächen mit Mückenschutzmitteln schützen und in mit Insektengittern gesicherten Räumen oder unter Moskitonetzen schlafen. Schwangeren rät das Auswärtige Amt inzwischen von Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab.

Das Zika-Virus führt bei etwa 20 Prozent der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen und ist normalerweise nicht tödlich. Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen.

Forscher gehen davon aus, dass Zika bei Embryos Mikrozephalie auslösen kann: Babys kommen dann mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt, sind deshalb oftmals geistig behindert und leiden unter neurologischen Störungen.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

21.11.2016, 15:18 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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