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15.03.2012

12:55 Uhr

Gadget der Woche

PC-Winzling im USB-Stick

Einmal pro Woche präsentiert Handelsblatt Online Schönes, Nützliches oder Kurioses aus der Welt der Technik als Gadget der Woche. Diesmal geht es um einen PC, der in einen USB-Stick eingepflanzt wurde.

Im Cstick steckt ein Linux-PC. PR

Im Cstick steckt ein Linux-PC.

DüsseldorfEr sieht aus wie ein ganz gewöhnlicher USB-Stick aus: drei Zentimeter lang und vielleicht ein bisschen pummelig. Die leichten Verdickungen des Sticks haben einen guten Grund: Im Cstick der norwegischen Firma FXI Technologies steckt ein kompletter PC.

Um diesen zu nutzen, wir der Stick per USB-Port an einen PC, Mac oder Fernseher eingesteckt - und nutzt fortan Monitor und Eingabegeräte seines „Wirts“. Der Cstick lässt sich allerdings auch alleine betreiben. Dann wird der Monitor via HDMI angeschlossen, Tastatur und Maus funken via Bluetooth kabellos. Der PC-Winzling ist ein multimediafähig, über den HDMI-Anschluss wird der Monitor mit Sound versorgt.

Zum Einsatz kommt bei dem USB-Stick ähnliche Technik wie in Smartphones: Im Herzen schlägt ein ARM-Prozessor mit zwei Kernen, die jeweils mit 1,2 GHz takten. Der Prozessor hat Zugriff auf 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Um ein Betriebssystem zu installieren und Daten speichern zu können, muss zusätzlich eine maximal 64 Gigabyte große Micro-SD-Karte erworben werden, die in dem USB-Stick eingesetzt wird.

Dem Hersteller zufolge kann der kleine Mini-PC einiges: Der eingebaute Grafikchip soll selbst mit Videos in Full-HD-Auflösung zurechtkommen, so lange die Videos im aktuellen Industriestandard H.264 kodiert sind.

Als System kommt entweder Googles Smartphone-System Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich zum Einsatz oder das unter Linux-Neulingen beliebte PC-Betriebssystem Ubuntu Linux, das es auch in einer Variante für ARM-Prozessoren gibt. Zur Auswahl stehen dem Nutzer damit die reichhaltige Welt der Open-Source-Software wie die Browser Chrome und Firefox oder die Office-Suit Libre Office. Kommerzielle Software für Linux ist dagegen in der Regel für ARM-Prozessoren nicht verfügbar.

Der Sinn des ganzen: Die Nutzer des Csticks können ihre individuell angepasste Nutzeroberfläche in der Hosentasche mitnehmen und an jedem PC oder Mac der Welt nutzen. Außerdem lassen sich so die Inhalte auf dem Stick wie Videos oder Fotos auch auf Fernsehmonitoren „groß rausbringen“.

Eigentlich sollte der Mini-PC ab März verfügbar sein. Auf der Website des Herstellers werden bislang aber nach wie vor nur Vorbestellungen entgegengenommen. Der Cstick kostet 189 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Versand.

Gadget der Vorwoche: Eine elektronische Kartoffel.

Von

std

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