Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2015

18:18 Uhr

Geldanlage in der Zukunft

Damit das Kapital wieder arbeitet

VonJessica Schwarzer

Sparbuch & Co. haben ausgedient. Die Deutschen müssen umdenken, um Rendite zu erzielen. Handelsblatt.com startet eine Serie zu Zukunftsthemen – und verändert sich selbst: Am Mittwoch erleben Sie ein neues Design.

Getty Images

DüsseldorfZinsen gibt es nicht mehr. Die haben die Notenbanken in den vergangenen Jahren nach und nach abgeschafft. Und so schnell werden sie von ihrer Ultra-Niedrigzinspolitik auch nicht wieder abrücken. Auch wenn in den USA im Laufe des Jahres eine erste, minimale Zinserhöhung erwartet wird, wird das nichts ändern – zumal die Europäische Zentralbank der Nullzinspolitik bis auf weiteres treu bleiben wird.

Für klassische Sparer heißt das: Außer Spesen nichts gewesen. Das gilt vor allem für Altersvorsorgesparer, denn gerade Lebensversicherungen, Sofort-Renten, private Rentenversicherung, Rürup- und Riester-Verträge bergen hohe Kosten. Und die Renditen? Die können sich längst nicht mehr sehen lassen.

Aktienkultur in Deutschland

Aktienbesitz

Menschen mit Aktieninvestments im Jahr 2014: 8,4 Millionen

Vorjahr: 8,9 Millionen

Anteil der Bevölkerung über 14 Jahren im Jahr 2014: 13,1 Prozent

Vorjahr: 13,8 Prozent

Investitionsarten

Wie die deutschen Aktionäre investiert sind:

4,3 Millionen Menschen besitzen nur Aktienfonds.

1,6 Millionen Menschen besitzen Aktien und Aktienfonds.

2,5 Millionen Menschen besitzen nur Aktien.

Langfristige Entwicklung

Seit 2001 haben rund 4,4 Millionen Menschen dem Aktienmarkt den Rücken gekehrt.

Aktionärsanzahl 2001: 12,8 Millionen

Aktionärsanzahl 2014: 8,4 Millionen

Aktienbesitz nach Altersgruppen

Das Interesse an Aktien hat in den vergangenen Jahren besonders bei den Jüngeren stark nachgelassen.

Anteil der Aktien- und Aktienfondsbesitzer nach Altersgruppen:

20-29 Jährige: 7,2 Prozent (2001: 17,5 Prozent)

30-39 Jährige: 12,1 Prozent (2001: 27,9 Prozent)

40-49 Jährige: 17,2 Prozent (2001: 25,5 Prozent)

50-59 Jährige: 17,1 Prozent (2001: 24,5 Prozent)

60-69 Jährige: 13,6 Prozent (2001: 14,4 Prozent)

Aktienbesitz nach Beruf

Anteil von Aktienbesitzer nach beruflicher Position:

Leitende Angestellte: 28,4 Prozent

Leitende Beamte: 30,1 Prozent

Selbstständige/Freie Berufe: 26,0 Prozent

Sonstige Beamte: 29,5 Prozent

Öffentlicher Dienst: 22,7 Prozent

Sonstige Angestellte: 14,8 Prozent

Rentner/Pensionäre: 12,3 Prozent

Studenten: 4,3 Prozent

Facharbeiter: 8,9 Prozent

Selbstständige Landwirte: 23,5 Prozent

Schüler: 1,9 Prozent

Sonstige Arbeiter: 4,2 Prozent

Auszubildende: 4,6 Prozent

Aktienbesitz nach Einkommen

Menschen mit höherem Einkommen, haben ein höhere Interesse an Aktien.

Anteil von Aktien und Aktienfondsbesitzern nach Nettohaushaltseinkommen:

750-1.250 Euro: 2,5 Prozent

1.250-2.000 Euro: 6,9 Prozent

2.000-3.000 Euro: 24,6 Prozent

3.000-4.000 Euro: 18,5 Prozent

Über 4.000 Euro: 34,3 Prozent

Aktienbesitz nach Bundesländern

Alte Bundesländer: 13,8 Prozent besitzen Aktieninvestments

Neue Bundesländer: 10,3 Prozent besitzen Aktieninvestments

Gesamt: 13,1 Prozent

Auch bei Produkten, die eigentlich nichts kosten, sieht es nicht besser aus: Das von den Deutschen heiß geliebte Sparbuch, das beliebte Tags- und Festgeld oder oft gekaufte Sparbriefe – sie alle bringen Renditen von deutlich unter einem Prozent. Da bleibt nach Abzug von Steuern und Inflationsrate kaum mehr etwas übrig.

Das Kapital arbeitet nicht. Das wird irgendwann auch der fleißigste Sparer merken. Doch welche Alternativen bleiben? Wo soll die Rendite herkommen? Gerade für die Altersvorsorge, also für sehr lange Anlagehorizonte spielt es eine große Rolle, ob das angesparte Geld eine Rendite von fünf, drei oder nur einem Prozent bringt.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Nicht - Dumm

27.01.2015, 19:33 Uhr

Wird das Layout des Handelsblattes dann auch rosa wie bei der Wirtschaftswoche?

Herr Ro Stu

28.01.2015, 10:01 Uhr

Monatlich 500 € sparen? Wundervolles und realitätsnahes Beispiel. Außer Hartzis kann ja fast jeder 500 € weglegen und selbst dann noch auskömmlich leben....

Herr Philipp Haas

28.01.2015, 10:27 Uhr

Man muss als Anleger in diesen Zeiten sich auch etwas riskanteren Anlagen wie Aktien zuwenden und sich auf Handelsblatt oder Blogs wie investresearch.net dazu einlesen.
Zu einer gesunden Vermögensstrategie gehört hald ein Mix an Assets!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×