Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.09.2016

13:14 Uhr

Gestörte Nachtruhe

So bringt uns das Smartphone um den Schlaf

Quelle:dpa

Sollen wir das Smartphone aus dem Schlafzimmer verbannen, weil es uns um die erholsame Nachtruhe bringt? Schlafforscher und Mediziner haben da eine differenzierte Meinung. Was die Experten raten.

Für Menschen, die Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen haben, ist die Handynutzung im Bett nicht unbedingt förderlich. Foto: Christin Klose dpa

Schlafkiller Handy

Für Menschen, die Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen haben, ist die Handynutzung im Bett nicht unbedingt förderlich. Foto: Christin Klose

Lesen im Kerzenschein, neben sich Kuscheltier, Partner oder Katze, auf dem Nachtkästchen ein Wecker. Das war einmal. Heute sind Abendlektüre, Sozialkontakt, Einschlafhilfe und Wecker vereint im Smartphone. Aber sind die allgegenwärtigen Begleiter auch die perfekten Bettnachbarn?

Zweifel sind angebracht. Denn genau wie im restlichen Alltag sind Smartphones nachts nicht nur praktisch, sondern sie können auch Probleme mit sich bringen.

„Smartphone-Aktivitäten vor dem Einschlafen stehen der Entspannung entgegen, die das Einschlafen fördert”, betont Alfred Wiater, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). „Auch das Einschlafen im Bewusstsein, jederzeit über das Smartphone erreichbar zu sein, kann sich negativ auf die Schlafqualität auswirken.”

Das heißt nicht, dass jeder, der unter der Decke noch eine Runde „Candy Crush Saga” spielt, schlecht schläft. Doch für Menschen, die sowieso Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen haben, ist die Handynutzung im Bett nicht unbedingt förderlich.

Ingo Fietze, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin, erklärt es so: „Es ist wie beim Nachtdienst: Wenn jemand ein schlechter Schläfer ist, denkt er immer, er muss gleich raus.”

Blaues Licht wirkt schlafhemmend

Ein Übeltäter, der in der Diskussion immer wieder ins Spiel gebracht wird, ist das blaue Licht des Bildschirms. „Blaues Licht blockiert die Ausschüttung des Einschlafhormons Melatonin und daher den Schlaf”, erklärt Wiater. Sein Kollege Fietze ist da skeptischer: Es gebe bisher keine eindeutigen Studien zum Thema. „Wie nahe muss man das Ding vor die Nase halten, damit man zu viel blaues Licht abbekommt?” Diese Frage sei noch nicht geklärt.

Wer dem Geflimmer nicht traut, kann passende Software installieren: Apps wie „Night Shift” oder „Twilight” filtern die bläulichen Anteile des Lichts heraus, der Bildschirm erscheint dann eher orangefarben.

Darüber hinaus gibt es rund um das Schlafen weitere Spielereien: „Es gibt eine Wecker-App, „Wakie”, bei der man von wildfremden Menschen geweckt wird”, berichtet Jan-Keno Janssen vom Computermagazin c't. Apps wie „Awoken”, „Lucid Dreamer” oder „Shadow” versprechen, dem Schlafenden zu mehr Kontrolle über seine Träume zu verhelfen.

Schlaftracking-Apps sollen dafür sorgen, dass Nutzer ihrem Verhalten in der Nacht ein wenig näher kommen. Schnarchen und Selbstgespräche können damit aufgezeichnet werden. Janssen hält solche Apps allerdings für deutlich ungenauer als speziell dafür entwickelte Hardware oder einen Aufenthalt im Schlaflabor.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

20.09.2016, 17:54 Uhr

Ralph S.25.08.2016, 12:45 Uhr
Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

Account gelöscht!

21.09.2016, 16:42 Uhr

GESTÖRTE NACHTRUHE
So bringt uns das Smartphone um den Schlaf
Sollen wir das Smartphone aus dem Schlafzimmer verbannen, weil es uns um die erholsame Nachtruhe bringt? Schlafforscher und Mediziner haben da eine differenzierte Meinung. Was die Experten raten.

----------------

Früher hatte man eine Regel für das Telefonieren gehabt :

Ab 20 Uhr mit der Tagesschau da ruft man niemanden mehr an !


ABER heute...da ruft man rund um die Uhr an.

UND selbst in der DISCO da ging man früher hin um zu Tanzen und um Spass zu haben.
Heute geht man zur DISCO um mit dem Teuersten Handy in der Hand seine E-Mails ab zu lesen.

Ob es besser wird in dieser Welt des Alles haben wollen ???

:-)))



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×