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17.12.2014

14:22 Uhr

Gopro Hero 4 Black im Test

Action in höchster Auflösung

VonSteffen Daniel Meyer

Die Action-Kamera Gopro Hero 4 Black protzt mit superscharfen Bildern und Superzeitlupe. Doch eine Frage bleibt: Wer braucht so ein Deluxe-Gerät – und kommt mit den Datenmengen zurecht?

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Kein Display, aber starke Bilder

Handelsblatt-Techniktest: Kein Display, aber starke Bilder

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DüsseldorfDas Werbevideo für die neue Gopro ist beeindruckend: Abenteurer klettern in der Arktis über Eisschollen, tauchen mit Orcawalen im Meer oder heizen im Stil von „The Fast and the Furios“ durch die Straßen – wer hat nicht schon Ähnliches erlebt und sich gewünscht, das in bester Auflösung filmen zu können? Sie? Dann ist die neue Gopro Hero 4 Black vielleicht das Richtige für Sie. Sie nicht? Dann sollten Sie sich überlegen, ob die Kamera wirklich das richtige Modell für Sie ist. Oder Sie lieber zu einer günstigeren Variante greifen.

Die neue Gopro Hero 4 Black macht wirklich starke Aufnahmen: Fotos können bis zu zwölf Megapixel groß sein, Videos sind in 4K möglich – das entspricht der vierfachen HD-Qualität, die auf der neuen Generation von Ultra-HD-Fernsehern zum Tragen kommt. Mit 30 Bildern pro Sekunde (fps) in dieser höchsten Auflösung sorgt die Hero 4 Black für ein geschmeidiges Bild. Nimmt man mit HD auf, sind sogar 120fps möglich. Das erlaubt in der Nachbearbeitung Superzeitlupen-Effekte.

Gopro Hero 4 Black in Kürze

Was genau ist es?

Die Hero 4 Black ist die neue Action-Cam von Marktführer Gopro. Sie ist mit 152 Gramm inklusive Gehäuse recht leicht und ist vor allem für Sportler interessant: Dank des robusten Gehäuses und einer Wasserdichte von bis zu 40 Meter eignet sich die Kamera fürs Surfen, Tauchen, Fahrradfahren oder Bungee-Springen. 

Was sagt die Werbung?

„Life is either an incredible adventure. Or it's nothing at all.“ Deutsch: „Das Leben ist entweder ein unglaubliches Abenteuer. Oder überhaupt nichts.“

Was ist gelungen?

Die Bild- und Videoqualität ist hoch: Fotos werden mit zwölf Megapixel aufgenommen, Filme laufen im HD-Modus mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde, beim High-End-Format 4K mit flüssigen 30. Selbst bei wenig Licht macht die Gopro dank des neuen Low-Light-Modus gute Videos und Bilder. Auch die Audio-Aufnahme, bei Action-Kameras traditionell eine Schwäche, wurde verbessert.  

Was ist nicht so gelungen?

Die Hero 4 Black besitzt kein eingebautes Display und hat noch mit einigen Software-Macken zu kämpfen. Der Hersteller hat versprochen, diese auszubügeln. Zudem ist der Akku schnell leer.

Wie kostet das Gerät?

480 Euro UVP. Zusätzliche Halterungen kosten extra.

Ist das Gerät empfehlenswert?

Profis oder ambitionierte Hobby-Filmer sollten sich die für die Zukunft ausgerüstete Kamera anschauen. Alle anderen können ruhig zu einem günstigeren Modell greifen.

Die Bildqualität ist hoch, die Audio-Aufnahme klar, der neue Nachtmodus überzeugt und auch die Zeitraffer-Aufnahmen funktionieren tadellos (siehe Test-Video). Die Einstellungen sind vielfältig, die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, aber sinnvoll. Das transparente Schutzgehäuse, in das man die kleine Kamera stecken kann, hält Gopro-typisch hohen Belastungen stand und ist nach Herstellerangaben bis zu einer Tiefe von 40 Metern wasserdicht.

Labor-Tests bemängeln jedoch die geringe Akkulaufzeit der Kamera: Nach gut einer Stunde ist die Batterie leer. Ersatz ist fast ein Muss. Zudem passen die alten Hero-3-Akkus nicht mehr in das neue Modell. Andere Zubehörteile wie Helme und Gurte (etwa von der Hero 3, hier im Test) sind jedoch kompatibel.

Ein weiteres Manko: Das Gerät hat kein Display. Aufnahmen geraten so trotz des Weitwinkelobjektivs zur Glücks- oder Gewöhnungssache. Zur Abhilfe kann man sich entweder ein externes Display kaufen oder man verbindet das Gerät per WLAN und kostenloser App mit einem Tablet oder Smartphone.

Kommentare (1)

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Stefan Armbros

18.12.2014, 08:11 Uhr

Wenn man das Werbevideo sieht, fragt man sich unwillkürlich: ob mein kleines, langweiliges Leben auch so toll wird, wenn ich diese Kamera habe? ;-)

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