Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.05.2017

13:17 Uhr

Handy-Nutzungsverhalten

Ohne Smartphone bricht Panik aus

VonKatharina Schramm

Der mobile Alleskönner ist immer griffbereit in der Hosentasche: Nie zuvor waren wir so abhängig vom Smartphone wie heute, das bekräftigt eine aktuelle Studie. Und der Trend dürfte sich in Zukunft weiter verstärken.

38,7 Prozent der16 bis 29-Jährigen nutzen ihre Smartphones mehr als drei Stunden täglich. obs

Ständiger Begleiter

38,7 Prozent der16 bis 29-Jährigen nutzen ihre Smartphones mehr als drei Stunden täglich.

DüsseldorfNoch schnell eine Sofortnachricht tippen, Termine verwalten, den Lieblingssong hören – das Smartphone ist der Alleskönner schlechthin. Die Folge: Länger und immer häufiger greifen die Deutschen auf ihr Handy zurück, das hebt jetzt eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München im Auftrag des Anbieters für Smartphone-Kundenservice B2X hervor.

Insgesamt wurden 2600 Teilnehmer aus Deutschland, den USA und den Wachstumsländern Brasilien, Russland und Indien befragt. Hierzulande beteiligten sich 522 Personen. Die Ergebnisse zeigen: Mehr als die Hälfte der Deutschen wendet mehr als eine Stunde pro Tag für Telefonieren, Texten und Surfen mit dem Smartphone auf.

Bei drei Vierteln fällt der Blick dabei täglich bis zu 50 Mal auf das Gerät. Die Nutzungsdauer nehme seit einigen Jahren stetig zu, erklärt Rainer Koppitz, Geschäftsführer von B2X. „Der Trend wird sich nicht mehr umkehren.“

Die Versuchung ist groß. Das Handy befindet sich immer in der Hosentasche oder zumindest in direkter Reichweite, nachts liegt es bei den meisten im selben Raum. Das hänge vor allem damit zusammen, dass sich viele Funktionen in einem einzigen Gerät verdichtet haben, betont Thomas Hess von der Ludwig-Maximilians-Universität München, einer der Autoren der Studie.

Schon 2014 hatte eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft e.V. auf die immer dominantere Rolle des Smartphones hingewiesen: Die Mehrheit der Befragten ging nicht mehr über den PC, sondern über das Handy ins Internet. Längst hat der mobile Allrounder auch Wecker, Videokamera oder Navigationsgerät auf die Plätze verwiesen – das Smartphone beherbergt inzwischen gefühlt das halbe Leben. Vergleichbare Studien aus den USA warnen daher seit Jahren vor einer latenten Abhängigkeit.

Und das dürfte sich eher noch verstärken. Denn zu der längeren Nutzungsdauer trägt in Deutschland vor allem die junge Generation bei, das heißt die der 16 bis 29-Jährigen. 38,7 Prozent der Millennials nutzen ihre Smartphones mehr als drei Stunden täglich.

„Je jünger die Smartphone-Besitzer, desto mehr Apps benutzen sie. Das führt tendenziell zu einer höheren Nutzungsdauer“, berichten die Studienautoren.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Andreas Kettler

22.05.2017, 15:12 Uhr

find ich zu kurzsichtig gedacht.
Es ist ja im Artikel eigens erwähnt, dass das Smartphone immer mehr Möglichkeiten bietet, aber dann wird nicht genug darauf eingegangen, wie dass den Vergleich zu 'früher' beeinflusst.
Die Sache ist, dass es keinen Sinn macht die Smartphone-nutzung von vor 5 Jahren mit der von heute zu vergleichen. Man koennte aber die durchschnittliche Zeit, die Leute damals mit Fernsehen, Zeitung lesen, Bücher lesen, photographieren, Karten lesen,... und und und zusammen rechnen und dann mit der heutigen Smartphone-nutzung fuer genau diese Dinge vergleichen, dann wird ein Schuh draus. Ist aber halt mühsam

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×