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Digitale Geschäftsmodelle

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Bessere Auslastung

Darüber hinaus nutzt Heidelberg die Daten auf Kundenwunsch, um die Effizienz der Maschinen zu analysieren und sie mit anderen anonymen Kunden zu vergleichen. „Dadurch sind Verbesserungspotenziale erkennbar, und wir können die komplette Beratung übernehmen und etwa Verzögerungen in der Produktion eliminieren oder die Auslastung der Maschinen verbessern“, berichtet Steinel. „Der Gewinn daraus kann dann nach einer Vereinbarung geteilt werden.“

Ein weiteres Geschäftsmodell ist etwa die Beratung bei der Anschaffung neuer Maschinen. „Früher haben Kunden mehr nach ihrer unternehmerischen Erfahrung entschieden. Wir können anhand ihrer Produktionsdaten sagen, welche Maschinen und Ausstattung sie für ihre künftigen Aufträge benötigen - und welche nicht.“

Wo IoT-Technik im Einsatz ist

Schon gehört?

Dem Internet of Things (IoT) gehört die Zukunft. IfD Allensbach und Statista haben Menschen gefragt: Von welchen dieser Entwicklungen haben Sie schon gehört?

86 Prozent

86 Prozent: Über das Handy oder einen Tablet-PC kann man die Haustechnik bedienen.

81 Prozent

Über das Internet kann man genau verfolgen, wo sich Paketsendungen gerade befinden: 81 Prozent.

72 Prozent

Autos steuern sich weitgehend selbst, man muss kaum noch selbst lenken: 72 Prozent.

67 Prozent

Mit einem sogenannten 3DDrucker kann man ganze Objekte ausdrucken: davon haben 67 Prozent der Befragten gehört.

62 Prozent

Wichtige Körperfunktionen werden gemessen und die Daten automatisch an einen Arzt übermittelt: 62 Prozent.

44 Prozent

Kühlschrank registriert, wenn Lebensmittel zur Neige gehen, und bestellt automatisch nach: 44 Prozent.

43 Prozent

Auto informiert automatisch den Fahrer und die Werkstatt, wenn Autoteile ausgetauscht werden müssen: 43 Prozent.

Quellen: IfD Allensbach, Statista

Entnommen aus de Magazin „business impact“ 1/2017.

Der Trend im Maschinenbau gehe weg vom bloßen Lieferanten, hin zum Prozesspartner, meint Volker Bellersheim, der bei der Beratung Dr. Wieselhuber & Partner den Bereich Industriegüter leitet. Dennoch lassen sich viele Maschinenbetreiber nicht in die Karten schauen. Sie fürchten, Konkurrenten könnten von ihren Daten profitieren. Oder sie sind der Meinung, die Maschinen ohnehin optimal bedienen zu können. „Mittelständler müssen das Thema aggressiver angehen“, sagt Bellersheim.

Dem kann SEW-Geschäftsführer Johann Soder nur beipflichten. Sein Unternehmen will sich insbesondere für andere Industriekonzerne als Berater anbieten, um das Thema Industrie 4.0 richtig anzupacken. Mit fünf Kunden sei man in der Umsetzungsphase. Gleichzeitig ärgert sich Soder, dass einige Unternehmen das Konzept Industrie 4.0 noch gar nicht richtig verstanden haben. „Manchmal muss man auch einfach einen ersten Schritt machen, um zu sehen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind“, sagt er.

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