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29.08.2012

19:01 Uhr

IFA

Kochen mit dem Smartphone

Panasonic will Haushaltsgeräte mit dem Smartphone vernetzen. Mit dem Handy sollen sich Klimaanlegen, Kochplatten und Waschmaschinen steuern lassen. Auch bei den TV-Geräten gibt es etwas Neues.

Neuartiges Kochfeld von Panasonic:  Das Feld erkennt, wo ein Kochtopf steht, und erhitzt nur die entsprechenden Felder. dpa

Neuartiges Kochfeld von Panasonic: Das Feld erkennt, wo ein Kochtopf steht, und erhitzt nur die entsprechenden Felder.

Panasonic will bei den europäischen Kunden mit Induktionsherden, Mikrowellen und Bügeleisen punkten. Der japanische Konzern stellt auf der IFA in Berlin erstmals seine Haushalts- und Küchengeräte aus. Dabei spielt die Vernetzung eine wichtige Rolle: Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch zeigte Panasonic, wie sich beispielsweise Klimaanlage, Mikrowelle oder Waschmaschine mit dem Smartphone steuern lassen. Die mobilen Geräte lassen sich auch mit Fernsehern des Unternehmens verbinden - etwa um Bilder mit einer Wischbewegung auf den großen Bildschirm zu übertragen oder umgekehrt das TV-Signal auf den Tablet-Computer.

Die wichtigsten Begriffe der IFA kurz erklärt:

Smart TV

Es geht um einen Fernseher mit Internet-Anschluss. Die Idee ist, dass der Zuschauer auf seinem Smart TV nahtlos zwischen TV-Sendungen und Online-Angeboten umschalten kann. Im vergangenen Jahr war auf der IFA eher von dem Format HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) oder Hybrid-TV die Rede, wenn es um das Verschmelzen von traditionellem Fernsehempfang und Online-Video ging. Die knappere Bezeichnung Smart TV hat sich aber durchgesetzt.

OLED

Es ist eine Display-Technik mit organischen Elementen, die große Vorteile gegenüber den heute dominierenden LCD-Bildschirmen bietet. Das Bild ist kontrastreicher, zudem sind OLED-Displays nur wenige Millimeter dünn. Das hat allerdings auch seinen Preis: Obwohl die Hersteller die Kosten in den vergangenen Jahren deutlich senken konnten, sind die ersten großen OLED-Fernseher in diesem Jahr vielfach teurer als LCD-Geräte.

CI+

Diese Technik wird immer häufiger für den Empfang digitaler Programme benötigt. Es ist eine Weiterentwicklung der weitverbreiteten „Common-Interface“-Schnittstelle - aber mit erheblichen Einschränkungen für die Zuschauer. So können die Anbieter verhindern, dass Sendungen aufgezeichnet werden oder den Zeitraum beschränken, in denen man sich die Aufnahmen ansehen kann.

HDMI

Die alten SCART-Kabel haben in Zeiten der Fernsehbilder in hoher Auflösung ausgedient. Wer seinen Blu-Ray-Player oder HD-Empfänger mit ordentlicher Qualität an den Flachbild-Fernseher anschließen will, kommt ohne HDMI (High-Definition Multimedia Interface) nicht aus. Dazu gehört auch der Kopierschutz HDCP.

Streaming

Internet-Inhalte wie Musik oder Filme werden beim Streaming (Strömen) nicht komplett auf eine Festplatte heruntergeladen, sondern direkt aus dem Netz abgespielt. Der Vorteil: Keine Ladezeiten. Der Nachteil: Man braucht eine schnelle und stabile Internet-Verbindung.

Panasonic hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust geschrieben und richtet sich derzeit neu aus. Als die vier neuen Kernbereiche nannte das Unternehmen Mobilität, „Residential Space“ mit Themen wie dem vernetzten Haus und Stromversorgung, „Personal“ mit einer Palette von Geräten von Digitalkameras bis zu Rasierern sowie den Bereich „non-residential space“, zu dem etwa die Ausrüstung von Fabriken gezählt wurde.

Im Rennen um den besten Fernseher präsentierte Panasonic einen 145 Zoll (3,68 Meter) großen Plasma-Bildschirm mit einer sogenannten 8K-Auflösung, die heutige Technologien wie HD bei weitem übertrifft. Details zu Markteinführung und Preis nannte das Unternehmen nicht. Derzeit gibt es praktisch keine diese Auflösung angepassten Inhalte.

Das Zauberwort ist 'smart'

Video: Das Zauberwort ist 'smart'

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Von

dpa

Kommentare (1)

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JoachimS

29.08.2012, 19:26 Uhr

Kochen mit dem Smartphone?
Ganz schön rückständig im direkten Vergleich:
http://youtu.be/r0RqPhr-hdA

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