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29.08.2012

17:35 Uhr

IFA

Sony setzt bei neuen Produkten auf Marke Xperia

Sonys Chef Kazuo Hirai redet nicht um den heißen Brei herum. Es gelte harte Entscheidungen zu treffen, um den Konzern zu gesunden. An neuen Produkten hat er nach Berlin neue Tablets und Smartphones mitgebracht.

Sonys Vorstandschef Kazuo Hirai. Reuters

Sonys Vorstandschef Kazuo Hirai.

Sony will mit zahlreichen neuen Produkten schnell wieder aus den roten Zahlen heraus. „Wir haben es mit schwierigen Realitäten zu tun und müssen harte Geschäftsentscheidungen treffen“, sagte der neue Konzernchef Kazuo Hirai am Mittwoch auf der Technik-Messe IFA in Berlin. „Wir werden wieder Gewinne machen und wachsen“, fügte Hirai hinzu. Sony werde in seinen Kerngeschäften massiv investieren und die Wende im schwierigen TV-Geschäft fortsetzen. Als besondere Schwerpunkte nannte das Unternehmen Videospiele, die mobile Internet-Nutzung sowie Angebote für Film und Foto.

Die wichtigsten Begriffe der IFA kurz erklärt:

Smart TV

Es geht um einen Fernseher mit Internet-Anschluss. Die Idee ist, dass der Zuschauer auf seinem Smart TV nahtlos zwischen TV-Sendungen und Online-Angeboten umschalten kann. Im vergangenen Jahr war auf der IFA eher von dem Format HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) oder Hybrid-TV die Rede, wenn es um das Verschmelzen von traditionellem Fernsehempfang und Online-Video ging. Die knappere Bezeichnung Smart TV hat sich aber durchgesetzt.

OLED

Es ist eine Display-Technik mit organischen Elementen, die große Vorteile gegenüber den heute dominierenden LCD-Bildschirmen bietet. Das Bild ist kontrastreicher, zudem sind OLED-Displays nur wenige Millimeter dünn. Das hat allerdings auch seinen Preis: Obwohl die Hersteller die Kosten in den vergangenen Jahren deutlich senken konnten, sind die ersten großen OLED-Fernseher in diesem Jahr vielfach teurer als LCD-Geräte.

CI+

Diese Technik wird immer häufiger für den Empfang digitaler Programme benötigt. Es ist eine Weiterentwicklung der weitverbreiteten „Common-Interface“-Schnittstelle - aber mit erheblichen Einschränkungen für die Zuschauer. So können die Anbieter verhindern, dass Sendungen aufgezeichnet werden oder den Zeitraum beschränken, in denen man sich die Aufnahmen ansehen kann.

HDMI

Die alten SCART-Kabel haben in Zeiten der Fernsehbilder in hoher Auflösung ausgedient. Wer seinen Blu-Ray-Player oder HD-Empfänger mit ordentlicher Qualität an den Flachbild-Fernseher anschließen will, kommt ohne HDMI (High-Definition Multimedia Interface) nicht aus. Dazu gehört auch der Kopierschutz HDCP.

Streaming

Internet-Inhalte wie Musik oder Filme werden beim Streaming (Strömen) nicht komplett auf eine Festplatte heruntergeladen, sondern direkt aus dem Netz abgespielt. Der Vorteil: Keine Ladezeiten. Der Nachteil: Man braucht eine schnelle und stabile Internet-Verbindung.

Zu den Sony-Neuheiten auf der IFA gehören Tablet-Computer und Smartphones, die künftig einheitlich unter der Marke Xperia vermarktet werden. Dazu bietet Sony auch einen neuen Musik-Streaming-Dienst an. Außerdem zeigt Sony auf der IFA einen Laptop der Modellreihe Vaio, der sich mit einer speziellen Mechanik in einen Tablet-Computer umwandeln lässt.

Ein Fernseher mit einer Bildschirmdiagonalen von 2,13 Metern (84 Zoll) verspricht aufgrund einer neuen Technik eine vier Mal so hohe Auflösung im Vergleich zu einem üblichen TV-Gerät mit Full-HD. Beim Fernsehen will Sony im September erstmals eine Box für Google TV anbieten - das ist eine Software-Plattform für das Internet-Fernsehen auf Basis des Android-Systems. Ein weiteres Produkt sind spezielle Brillen mit der Bildschirmtechnik OLED, die dem Betrachter den Eindruck einer riesigen Kinoleinwand geben sollen.

In den vergangenen Jahren hat Sony seine einstige Führungsrolle bei technologischen Innovationen an Konkurrenten wie Apple verloren. Im vergangenen Geschäftsquartal wies der japanische Konzern bei einem Umsatz von 1,515 Billionen Yen (15,8 Mrd Euro) einen Verlust von 24,6 Milliarden Yen (255 Mio Euro) aus. Sony hat einen harten Sanierungskurs eingeleitet, 10 000 Stellen sollen abgebaut, nicht mehr rentable Geschäftsbereiche eingestellt werden. Hirai übernahm Anfang April die Führung des Konzerns von Howard Stringer, der zwölf Jahre lang Vorstandschef bei Sony war.

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Von

dpa

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