Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2004

07:56 Uhr

Im Festnetz konnten 2003 niedrigere Gesprächspreise Grundgebührenerhöhung nicht ausgleichen

Mobilfunker experimentieren mit Aktionstarifen und Minutenbudgets

VonKatharina Slodczyk

In diesem Jahr erwarten Branchenexperten, dass mehr Bewegung in die Mobilfunkpreise kommt.

DÜSSELDORF. Telefonieren ist in Deutschland im vergangenen Jahr teurer geworden. Die Preise sind insgesamt um 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt gestern mit.

Die Experten erklären dies in erster Linie mit gestiegenen Grundgebühren für den Telefonanschluss. So stellt die Deutsche Telekom ihren Kunden seit September deutlich höhere Preise für einen analogen Anschluss in Rechnung. Und auch das mobile Telefonieren ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes teurer geworden. Die Gebühren für Gespräche im Festnetz sind zwar teilweise deutlich gesunken, konnten all das aber nicht ausgleichen.

In diesem Jahr erwarten Branchenexperten, dass mehr Bewegung in die Mobilfunkpreise kommt. Einzelne Gesprächstarife werden voraussichtlich sinken, die Unternehmen werden stärker Aktionspreise und Minutenpakete gegen bestimmte Pauschalen anbieten. "Das Preisniveau insgesamt wird aber kaum sinken", heißt es in der Branche, "dafür haben wir angesichts der Ausgaben für UMTS auch keinen Spielraum, und keiner hat Interesse an einem Preiskampf."

Als erste Mobilfunkgesellschaft wird T-Mobile, die Tochter der Deutschen Telekom, am kommenden Dienstag ein neues Tarifsystem vorstellen. Ein wichtiger Bestandteil sollen nach Informationen aus dem der Branche Minutenpakete werden, wie sie in anderen Ländern wie den USA zum Beispiel schon lange üblich sind. Dort bekommen Kunden gegen einen monatlichen Grundpreis ein gewisses Minutenbudget. T-Mobile hat einen solchen Tarif im Sommer 2003 eingeführt. Er enthält im Grundpreis ein Paket von 100 Gesprächsminuten für Anrufe ins Festnetz und das eigene Mobilfunknetz. Ähnliche Tarife will das Unternehmen künftig in größerer Auswahl anbieten, verlautete aus Branchenkreisen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×