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13.02.2015

10:19 Uhr

iMessage und Facetime

Apple schützt iPhone-Nutzer besser vor Hackern

Höhere Hürden für Hacker: Apple ermöglicht iPhone- und iPad-Nutzern eine doppelte Absicherung der Kommunikationsdienste iMessage und Facetime. Die Daten bleiben geschützt, wenn das Passwort in fremde Hände gerät.

Texten mit dem iPhone: Hersteller Apple verbessert die Sicherheit bei iMessage und Facetime. AFP

Texten mit dem iPhone: Hersteller Apple verbessert die Sicherheit bei iMessage und Facetime.

DüsseldorfApple schützt seine Kommunikationsdienste iMessage und Facetime besser vor Cyberangriffen: iPhone- und iPad-Nutzer können sich mit einer zweistufigen Anmeldung absichern. Der Konzern steht wegen seiner Sicherheitsvorkehrungen immer wieder in der Kritik, zuletzt etwa vor einem halben Jahr, als unbekannte Angreifer die Absicherung des Online-Speichers iCloud aushebelten und private Nackfotos von Stars stahlen.

Die doppelte Absicherung soll verhindern, dass Angreifer auf ein Nutzerkonto zugreifen können, wenn sie bereits das Passwort oder die Antwort auf eine Sicherheitsfrage kennen. Wer sich mit den Zugangsdaten auf einem anderen Gerät anmelden will, muss zusätzlich einen Code eingeben, der auf ein vorher registriertes Handy geschickt wird. Die Einrichtung erfolgt über die Website https://appleid.apple.com/account/home. Apple bot diesen Schutz bislang nur für einige Dienste an – darunter der Online-Speicher iCloud –, aber noch nicht für die SMS-Alternative iMessage und die Telefon- und Videokonferenz-App Facebook.

Schutz gegen Datendiebe

Passwörter gut schützen

Es klingt offensichtlich: Nutzer sollten ihre Passwörter gut schützen. Doch nicht wenige kleben ein Post-it mit Zugangsdaten an den Monitor oder speichern sie gar in einer Datei auf dem Rechner. Beides ist riskant – wenn Eindringlinge ins Büro oder auf den Rechner gelangen, können sie auch auf die E-Mails oder das Content Management System zugreifen.

Erst lesen, dann klicken

Es ist der Klassiker: In der E-Mail wird ein lustiges Katzenbild oder ein sensationelles Video angekündigt. Lädt man den Anhang herunter oder klickt auf den Link, fängt man sich aber einen Virus ein. Daher gilt nach wie vor die Regel, Anhänge und Links kritisch zu prüfen, ebenso Nachrichten von unbekannten Absendern.

Vorsicht mit USB-Sticks

Eine beliebte Angriffsmethode: Hacker lassen präparierte USB-Sticks auf dem Parkplatz oder in der Kantine liegen – und hoffen darauf, dass arglose Mitarbeiter das Gerät an den PC anschließen. Diese Masche funktioniert erschreckend gut. Die Lehre daraus: Nutzer sollten mit unbekannten Speichermedien extrem vorsichtig umgehen.

WLAN nur mit Verschlüsselung

Ob im Café oder am Flughafen: Wer mit seinem Smartphone oder Notebook ein öffentliches WLAN-Netzwerk nutzt, geht ein Risiko ein. Wenn man vertrauliche Daten abrufen will, sollte man das beispielsweise möglichst nur mit einer SSL-Verbindung tun. Weitere Tipps gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Schutz gegen Mitleser

In der Bahn oder im Flugzeug können Mitreisende ohne Probleme einen Blick auf das Notebook oder Smartphone erhaschen – und bekommen so möglicherweise sensible Informationen mit. Sicherheitsexperten raten daher, sich nach sogenannten Schultersurfern umzusehen und im Zweifelsfall die Datei geschlossen zu lassen. Zudem raten sie dringend davon ab, das Gerät auch nur kurz aus dem Auge zu lassen.

Gesunde Skepsis bei Apps

Apps können das Leben leichter machen, aber auch unsicherer: Viele Anwendungen fragen Informationen ab, die die Nutzer vermutlich nicht weitergeben wollen. Gerade Android-Nutzer sollten genau überprüfen, welche Berechtigungen ein Programm einfordert und im Zweifelsfall lieber die Finger davon lassen. Gleiches gilt für PC-Nutzer, die Programme aus dem Nutzer herunterladen und installieren. Besonders illegale Kopien sind häufig verseucht.

Code fürs Smartphone

Es mag zwar vielleicht nerven, wenn man jedes Mal einen Code eingeben muss, bevor man das Smartphone nutzen kann. Doch eine Sperre ist höchst nützlich, wenn das Gerät verloren geht oder gestohlen wird. Viele Firmen schreiben eine solche physische Absicherung vor. Im Büro kann es durchaus sinnvoll sein, den Rechner zu sperren, während man eine Besprechung hat oder in die Mittagspause geht.

Software aktuell halten

Auch dieser Tipp ist bekannt, er wird aber trotzdem oft nicht beherzigt: Nutzer sollten die Software auf ihrem Rechner immer aktuell halten. Das gilt nicht nur für den Virenscanner, sondern auch das Betriebssystem und Anwendungsprogramme wie Browser oder Textverarbeitung. Potentiell können Angreifer viele Lücken ausnutzen, um schädliche Software auf das Gerät zu schleusen.

Experten bezeichnen das Verfahren als Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der Nutzer muss nicht nur die Zugangsdaten kennen, sondern auch das Handy haben, auf das der Code geschickt wird. Banken verfahren bereits seit langer Zeit so: Wer am Automaten Geld abheben will, kann nicht einfach seine PIN eingeben, sondern muss auch die Karte einschieben – Wissen und Besitz als Absicherung.

Im Herbst 2014 konnten Hacker intime Fotos von Prominenten stehlen, die den Online-Speicher iCloud nutzten. Nach Angaben von Apple hatten sie den Zugang über die richtigen Antworten auf die Sicherheitsfragen erzwungen oder die Passwörter mit fingierten E-Mails erbeutet. Mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung hätten sich die Stars vermutlich vor den Angriffen schützen können.

Von

chk

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