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28.03.2012

10:15 Uhr

Internet-Nachfolger

Was kommt nach der SMS?

Die SMS entwickelte sich für Mobilfunkprovider unverhofft zur Goldgrube. Auch wenn es für einen Abgesang auf die SMS noch zu früh ist – die Nachfolgediskussion läuft bereits heiß. Was löst die SMS ab?

Noch immer beliebt: Klassische SMS. Alternativen wie WhatsApp sind mit Internet-Flatrate kostenlos. dpa

Noch immer beliebt: Klassische SMS. Alternativen wie WhatsApp sind mit Internet-Flatrate kostenlos.

DüsseldorfFür alle, die mit dem Internet groß geworden sind, mutete die SMS schon immer etwas kurios an: Die Übertragung von wenigen Bytes soll 9 Cent kosten, wo jede E-Mail schon immer gratis war? Für die Mobilfunkgesellschaften war die SMS ein gutes Geschäft. Die Übertragung einer SMS entspricht in etwa dem Tausendstel der Datenmenge einer Gesprächsminute und kostet für den Anwender meist dasselbe. Doch mit der Verbreitung von Smartphones und der damit verbundenen Ausbreitung des Internets haben vor allem die jugendlichen Vielnutzer in speziellen Apps eine kostenlose Alternative gefunden. Einzige Voraussetzung: Die App muss auf den Geräten beider Kommunikationspartner installiert sein.

Noch ist die SMS quicklebendig

Doch die SMS ist noch lange nicht tot. Teenager in den USA verschicken einer aktuellen Studie des Pew-Forschungszentrums zufolge so viele SMS wie noch nie. Im Schnitt 60 Kurzmitteilungen täglich haben Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren im vergangenen Jahr gesendet, heißt es in der Untersuchung. Noch immer steigt auch die Zahl der insgesamt verschickt SMS in Deutschland. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Verträge eine SMS-Flatrate oder Frei-SMS beinhalten.

SMS-Alternativen

WhatsApp

WhatsApp gibt es für so gut wie jedes Betriebssystem – egal ob iOS, Android, Symbian, Blackberry oder Windows Phone. Dadurch lassen sich Kurznachrichten zu Fixkosten zwischen allen Mobilfunkteilnehmern austauschen, so lange die App überall installiert ist. Auf dem iPhone kostet der Dienst lediglich einmalig 89 Cent. Auf allen anderen Systemen ist die App das erste Jahr gratis und kostet danach eine geringe Jahresgebühr.

iMessages

iMessages ist der SMS-Ersatz aus der Apple-Welt. Das Programm ist auf iPhone, iPod touch und iPad vorinstalliert, sofern iOS 5 läuft; außerdem auf Mac-Computern mit dem Betriebssystem Mac OS X 10.8 (Mountain Lion). Besonders elegant: Wer von Apple-Gerät auf Apple-Gerät eine Kurznachricht sendet, nutzt automatisch das kostenlose iMessage statt SMS. iPhone-Nummern werden bei Apple automatisch registriert. Sehen kann das der Nutzer daran, dass der Adressat blau eingefärbt wird.

Pinger

Echte SMS gratis verschickt die App Pinger für iPhone und Android. Mit der Installation der App bekommt der Nutzer eine neue Handynummer nur für die App und kann mit dieser fortan kostenlos SMS verschicken und empfangen.

Auf Smartphones allerdings ist die SMS auf dem Rückzug. Dem Siegeszug der Apps wollen die Mobilfunkprovider nun eigene Angebote entgegensetzen. Sie sollen bei Buchung einer entsprechenden mobilen Internet-Flatrate ebenfalls kostenlos sein. Schon im Mai will Vodafone mit dem SMS-Nachfolger starten, der international unter dem Begriff Joyn bekannt ist. Ob der Multimedia-Standard RSC-e auch in Deutschland den Namen Joyn tragen kann, muss noch markenrechtlich geklärt werden. Auch die Deutsche Telekom hat bereits signalisiert, den Standard einführen zu wollen – und zwar zum „Sommer hin“.

Gewusst wie

Sparen mit Messenger-Apps

Gewusst wie: Sparen mit Messenger-Apps

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Mit der klassischen 160-Zeichen-SMS hat die Multimedia-Technik nur noch wenig zu tun. RCS-e steht für „Rich Communication Suite-enhanced“. Zu dieser „reichhaltigen Kommunikation“ gehören textbasierte Chats, Gespräche, Videotelefonate und der Versand von Dateien wie Fotos. All das wird übers Internet abgewickelt, ohne einen ordentlichen Datentarif auf dem Smartphone geht also wenig.

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