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29.10.2014

08:41 Uhr

iPad Air 2 im Test

Dünn, leicht und ein bisschen langweilig

VonChristof Kerkmann

Schnell, schick – aber nicht spektakulär: Das iPad Air 2 von Apple erinnert stark an seinen Vorgänger. Der Leistungsschub macht sich im Test kaum bemerkbar, hilfreich ist aber eine neue Funktion.

Handelsblatt Techniktest

Was kann das neue iPad Air?

Handelsblatt Techniktest: Was kann das neue iPad Air?

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DüsseldorfDie wichtigste Botschaft hat Apple auf die Verpackung gedruckt. Das iPad Air 2, die neueste Generation des Tablets-Computers, ist darauf nicht von vorne, sondern von der Seite zu sehen. Neben dem schmalen Profil des Gerätes ist sehr viel Weiß – es misst ohne (eine allerdings sinnvolle) Hülle nur sechs Millimeter, etwa so viel wie eine Magazin-Heft.

Mit einem einzigen Bild beschreibt der Konzern die wichtigste Neuerung: Das neue iPad ist noch dünner und leichter. Reicht das, um die zurückhaltenden Kunden wieder zum Kauf zu bewegen und das schwächelnde Tablet-Geschäft anzukurbeln? Der Test von Handelsblatt Online kommt zu einem zwiespältigen Ergebnis.

Äußerlich unterscheidet sich das iPad Air 2 kaum vom Vorgänger: Das Design ist trotz der Werbung bis auf wenige Details gleich. Dass es 1,5 Millimeter dünner ist, lässt sich mit dem bloßen Auge kaum feststellen – dafür muss man die beiden Geräte schon direkt nebeneinander auf den Tisch legen. Auch die 30 Gramm, die es weniger wiegt, sind kaum spürbar. Immerhin: Wer zeigen will, dass er edle Elektronik besitzt, bekommt es jetzt auch in einem Champagner- bis Goldton.

Für das flache Format macht Apple an anderer Stelle Abstriche: Der Akku fällt kleiner aus. Die Reparaturexperten von iFixit haben beim Auseinandernehmen des Gerätes festgestellt, dass der Speicher mit 7300 Milliamperestunden (mAh) rund 20 Prozent weniger Kapazität hat als der Vorgänger. Der effizientere Prozessor gleicht das zum Teil wieder aus, dennoch hält das neue iPad nicht ganz so lang durch. Da man mit dem Gerät aber auch bei intensiver Nutzung locker einen ganzen Tag bestreiten kann, macht sich das kaum bemerkbar.

Auch bei der Benutzung werden die meisten keine großen Unterschiede feststellen. Zwar hat Apple den deutlich schnelleren A8X-Chip eingebaut und den Arbeitsspeicher auf zwei Gigabyte verdoppelt – das Unternehmen verspricht 40 Prozent mehr Prozessorleistung. Doch schon das iPad Air dürften die wenigsten ausgereizt haben. Nur bei sehr aufwendigen Spielen oder der Bearbeitung von Fotos und Videos dürften sich signifikante Unterschiede bemerkbar machen. Bisher gibt es aber kaum Apps, die die Hardware auf die Probe stellen.

Frühere iPad-Generationen glänzten mit ihren Retina-Displays, die mit 2048 x 1536 Pixel eine sehr hohe Auflösung haben. Daran hat sich nichts geändert, allerdings ist der Bildschirm nun flacher. Blättert man ein Fotoalbum durch, wirkt es fast so, als seien die Bilder von hinten ans Glas geklebt worden. Eine neue Beschichtung soll zudem die Spiegelungen deutlich reduzieren. Im prallen Sonnenlicht wird das iPad indes trotzdem zu einem Spiegel.

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