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12.07.2017

10:14 Uhr

iPad Pro im Test

Mit der Kraft der sechs Kerne

Quelle:dpa

Zwei Jahre nach der Vorstellung des ersten iPad Pro bringt Apple zwei neue Modelle auf den Markt: eine Jumbo-Variante mit 12,9 Zoll großem Bildschirm und ein kleineres 10,5-Zoll-Modell. Was die Geräte drauf haben.

Apple setzt weiter auf Tablets. Mit dem iPad Pro 2 gibt es neue Hardware für professionelle Anwendungen. dpa

iPad Pro 2

Apple setzt weiter auf Tablets. Mit dem iPad Pro 2 gibt es neue Hardware für professionelle Anwendungen.

Nach der Premiere des ersten Apple-Tablets im Jahr 2010 glaubten manche Experten, das iPad werde gewöhnliche Desktop-Computer in die Nische drängen. Doch nach einem riesigen iPad-Boom gingen die Verkäufe der Tablet-Computer in den jüngsten Quartalen insgesamt wieder deutlich zurück.

Apple investiert trotzdem massiv in die Tablet-Sparte und entwickelt neue iPad-Modelle. Knapp zwei Jahre nach der Vorstellung des ersten iPad Pro gibt es nun zwei neue Pro-Modelle.

Neben der Jumbo-Variante mit 12,9 Zoll großem Bildschirm (33 Zentimeter) ist vor allem das kleinere 10,5-Zoll-Modell (27 Zentimeter) interessant. Das Gehäuse ist kaum größer als beim ersten Pro-Modell (9,7 Zoll bzw. 25 Zentimeter) und auch kaum schwerer. Durch den deutlich schmaleren Bildschirmrand bekommt man aber gefühlt deutlich mehr Bildschirmfläche in die Hand.

Wenn Apple behauptet, die neuen iPads seien die schnellsten, die sie je gebaut haben, untertreiben die Kalifornier sogar etwas. Auch das aktuelle iPhone-Modell wird bei Benchmark-Test deklassiert. Mit den sechs Prozessor-Kernen, von denen allerdings drei alleine für die Stromspartechnik zuständig sind, hängt das neue iPad Pro sogar etliche aktuelle Laptop-Modelle mit einem Intel-Chip ab.

Das Display mit einer Auflösung 2224 x 1668 Pixeln liefert auch bei einer hellen Umgebung eine exzellente Bilddarstellung. Eine ProMotion genannte Technik passt die Bildwiederholrate an die gezeigten Inhalte an. Bis zu 120 Hertz gibt es für Videos oder animierte Webseiten, beim Lesen eines E-Books wird heruntergeregelt.

Auch bei der Arbeit mit dem Apple Pencil profitiert der Anwender. An dem Stift selbst hat Apple nichts verändert, die Verbesserungen ergeben sich vollständig aus dem neuen Display. Die minimale Zeitverzögerung (Latenz) zwischen Stiftbewegung und der Reaktion auf dem Bildschirm liegt jetzt bei nur noch 20 Millisekunden. In der Praxis ist das kaum noch spürbar.

Mit einer Batterielaufzeit von acht bis neun Stunden kommt man locker durch einen gewöhnlichen Arbeitstag oder einen Langstreckenflug. Die Kameras entsprechen denen im iPhone 7, können also mit 12 Megapixeln fotografieren und Videos in UHD (4K) oder Full HD (1080p) mit 30 beziehungsweise 60 fps aufnehmen.

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