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28.09.2016

09:25 Uhr

iPhone 7 im Test

Mit dem iPhone in die Badewanne

VonChristof Kerkmann

Neue Generation, neue Technik: Das iPhone 7 bietet mehr Leistung und Speicher. Doch auch im Alltag zeigen sich einige Verbesserungen – beim Besuch im Park, aber auch in der Badewanne. Ein Erfahrungsbericht.

Apple hat mit dem iPhone 7 das Smartphone nicht neu erfunden, aber einige hübsche Neuerungen eingeführt. Reuters

iPhone 7

Apple hat mit dem iPhone 7 das Smartphone nicht neu erfunden, aber einige hübsche Neuerungen eingeführt.

DüsseldorfUm markige Sprüche ist Apple selten verlegen. Da ist es bezeichnend, dass der Konzern sein neues Hauptprodukt vergleichsweise zurückhaltend anpreist: Das iPhone 7 mache vieles „noch einmal viel besser“. Nach revolutionären Neuerungen klingt das nicht. Trotzdem bringt der Versionssprung von 6 auf 7 einige Verbesserungen – und ein befürchtetes Ärgernis nervt weniger als gedacht. Der Erfahrungsbericht zeigt: Das macht sich auf dem Weg zur Arbeit, aber auch in der Badewanne bemerkbar.

Auf dem Weg zur Arbeit

Der Griff in den Korb fördert einen Wust von Kabeln zutage. Der Kopfhörer fürs iPhone 7, der an den Lightning-Anschluss gestöpselt wird, ist allerdings nicht zu finden. Selbst Schuld: Spezielle Dinge sollte man an speziellen Orten aufbewahren. Als Alternative nehme ich mir einen kabellosen Kopfhörer, der sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet, und mache mich auf den Weg zur Arbeit.

Es war wohl das größte Diskussionsthema nach der Vorstellung der neuen iPhones, mehr noch als die neue Hardware oder neue Funktionen: Apple verzichtet tatsächlich auf die Kopfhörerbuchse. Um eine veraltete Technologie zu verabschieden und Platz für neue Dinge zu schaffen, argumentierte der Konzern. Um den Kunden neben einem teuren Telefon auch auch noch teure Funkkopfhörer zu verkaufen, hielten die Kritiker dagegen.

Vermutlich stimmt beides. Im Alltag bereitet das allerdings weniger Probleme als angenommen. Zum einen legt Apple neben dem Kopfhörer mit Lightning-Anschluss einen Adapter bei, mit dem sich auch ältere Headsets ohne Probleme anschließen lassen, wenn auch mit einem gewissen Qualitätsverlust.

Zum anderen bevorzuge ich ohnehin kabellose Kopfhörer, weil ich sie komfortabler finde, ob beim Laufen oder auf dem Fahrrad. Mit ihnen ist es übrigens auch weiterhin möglich, gleichzeitig Musik zu hören und das Gerät zu laden – die Lightning-Buchse bleibt frei. In der Praxis ist der fehlende Kopfhörereingang also kein Thema, zumindest bis ich einen Adapter für neun Euro nachkaufen muss, weil der mitgelieferte weg ist.

Zum Angeben in der U-Bahn eignen sich die iPhone-7-Modelle indes kaum. Denn äußerlich sieht man ihnen kaum an, dass sie die neuen Produkte des Kultkonzerns sind. Das Design hat Apple nur dezent verändert.

So verläuft das weiße Antennenband nicht mehr quer über die Rückseite, weil es im Rahmen steckt. Zudem ragt beim Plus-Modell eine zweite Kamera heraus. Nicht, dass eine grundsätzliche Überarbeitung nötig gewesen wäre: Für mich hat das kleine iPhone die perfekte Form und Größe.

Wer sich von der Masse der Apple-Jünger abheben will, bekommt immerhin eine neue Farbvariante angeboten, die das Unternehmen „Diamantschwarz“ nennt und wie Klavierlack aussieht. Bei den Käufern scheint das gut anzukommen, wenn man sich die langen Lieferfristen anschaut.

Was sich – unterwegs wie zu Hause – positiv bemerkbar macht, sind die höhere Leistung, der größere Speicher und das bessere Display. Im Alltag reize ich die Möglichkeiten des Gerätes zwar nicht aus, ich weiß aber, dass es die nächsten beiden iOS-Versionen ohne Zucken beherrschen wird. Und eine Mindestausstattung von 32 Gigabyte ist im Selfie-Zeitalter überfällig gewesen.

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