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14.01.2005

13:40 Uhr

IT + Telekommunikation

1 Jahr online: Wuppertaler Exil-Archiv hat 500 Künstler im Netz

Unter dem Titel „Exil-Archiv“ ist das Online-Projekt der Wuppertaler Else-Lasker-Schüler Gesellschaft im ersten Jahr seines Bestehens kontinuierlich angewachsen.

dpa/lnw WUPPERTAL. Unter dem Titel „Exil-Archiv“ ist das Online-Projekt der Wuppertaler Else-Lasker-Schüler Gesellschaft im ersten Jahr seines Bestehens kontinuierlich angewachsen.

Mittlerweile sind über 500 verfolgte Künstler und Intellektuelle auf mehr als 1 000 Seiten online. Das berichtete Hajo Jahn, Leiter der Literaturgesellschaft, die nach der von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Schriftstellerin Lasker-Schüler benannt ist.

Im Exil-Archiv zu entdecken sind die Lebensgeschichten unbekannter, von den Nationalsozialisten oder in kommunistischen Regimes Verfolgter. Aber auch die Biografien bekannter Zeitgenossen, wie der des Physikers Albert Einstein, des „rasenden Reporters“ Egon Erwin Kisch, der Malerin Käthe Kollwitz, der Architekten Walter Gropius und Mies van der Rohe, der Regisseure Billy Wilder und Roman Polanski sowie der Politiker Vaclav Havel oder Willy Brandt.

Erheblich ausgeweitet hat sich das Exil-Archiv nach Jahns Angaben auch mit thematischen Angeboten, Buchtipps und Veranstaltungshinweisen und der Übersetzung der wichtigsten Texte ins Englische. Als weitere Fremdsprachen-Versionen sind französische und spanische Seiten geplant, deren Übersetzung von der Kulturstiftung der Deutschen Bank gefördert werden.

Das am 16. Januar 2004 als eine „zeitgemäße Form der Erinnerungskultur“ ins Netz gestellte „Exil-Archiv“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Else-Lasker-Schüler-Stiftung „Verbrannte und verbannte Dichter/Künstler“ mit dem Museum Baden, dem Kunstmuseum der Stadt Solingen. Patinnen des Exil-Archivs sind Veronica Ferres, Angela Winkler sowie Hannelore und Nina Hoger.

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