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04.03.2013

13:17 Uhr

2,5 Millionen neue Hotspots

Telekom baut Riesen-WLAN

VonChristof Kerkmann

Teile und surfe: Die Deutsche Telekom will Millionen neuer WLAN-Hotspots erschließen. Dabei setzt sie auf die Unterstützung der Nutzer - wenn die ihr Drahtlosnetzwerk öffnen, dürfen sie woanders gratis mitsurfen.

2,5 Millionen neue Hotspots will Telekom-Chef René Obermann bis 2016 schaffen. dpa

2,5 Millionen neue Hotspots will Telekom-Chef René Obermann bis 2016 schaffen.

HannoverZur Bewältigung der wachsenden Datenmengen im mobilen Internet will die Deutsche Telekom ihr Netz an WLAN-Zugängen massiv ausbauen. Dabei setzen der Mobilfunk-Konzern und sein neuer Kooperationspartner Fon auf die Nutzer: Wer sein eigenes Drahtlos-Netzwerk für andere öffnet, sollen ab dem Sommer über die Hotspots anderer Teilnehmer kostenlos online gehen können.

Bei diesem neuen Dienst „WLAN to go“ sei der Nutzer „Geber und Nehmer“ zugleich, sagte Telekom-Chef René Obermann am Montag auf der Cebit in Hannover. Bis 2016 wollen die beiden Unternehmen in Deutschland so 2,5 Millionen zusätzliche Hotspots schaffen.

Die Cebit im Überblick

Eröffnung mit Merkel

Die Cebit wird am 19. März von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den japanischen Premierminister Shinzō Abe eröffnet. Japan ist in diesem Jahr Partnerland der Messe, mehr als 100 Institutionen und Firmen aus dem Land der aufgehenden Sonne kommen. Der japanische Zentralstand ist in den Hallen 4 und 12. 

Eine Woche Betrieb

Die Cebit 2017 beginnt mit einem Pressetag am Sonntag, 19. März. Für reguläre Besucher ist das Gelände vom 20. bis 24. März geöffnet. Die Messe betont, sich an Fachleute fürs digitale Geschäft zu richten – Schulklassen sind nicht willkommen.

Digitalisierung als Oberthema

Das Leitthema der Messe lautet erneut „d!conomy“, dieses Mal mit dem Zusatz „no limits“. Die Veranstalter wollen damit zum Ausdruck bringen, dass die Digitalisierung alle Bereiche der Wirtschaft ergreift.

Eigene Halle für Start-ups

In diesem Jahr stellen mehr 3000 Unternehmen aus 70 Ländern ihre Produkte und Neuentwicklungen vor. Darunter sind rund 400 Start-ups, für die es eine eigene Halle gibt. Die Deutsche Messe AG rechnet wie im Vorjahr mit rund 200.000 Besuchern.

Cebit als Arbeitsmarkt

So umfangreich wie noch nie ist in diesem Jahr der Bereich, bei dem Firmen um Nachwuchs werben. Allein in Deutschland sind nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom mehr als 40.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt. Neben einer Stellenbörse soll auch der „Recruiting Day“ am 9. März Firmen und Bewerber zusammenbringen.

Die Kooperation helfe, den durch Smartphones und Tablet-Computer enorm wachsenden Datenverkehr direkt ins Festnetz zu leiten, sagte Telekom-Vorstand Niek Jan van Damme. „Das führt dazu, dass wir unsere Mobilfunknetze entlasten können.“ Bislang betreibt der Konzern lediglich 12.000 eigene Hotspots. Gerade in Ballungsräumen wächst das Datenvolumen rasant, so dass die Mobilfunkkonzerne nach Entlastung suchen. Auch Startups wie Fon, die in der Branche lange kritisch beäugt wurden, werden damit zu willkommenen Partnern.

Teilnehmer benötigen einen neuen Router, der den Zugang in privat und öffentlich trennt. Dieses Prozedere gewährleiste eine hohe Sicherheit, betonte van Damme. Auch alle Haftungsfragen seien geklärt – wer sein WLAN zur Verfügung stelle, müsse sich darüber keine Sorgen machen.

Kommentare (6)

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luki83

04.03.2013, 13:22 Uhr

Brauchen wir das? Warum nicht einfach kostenlose Hotspots nutzen?
Bereits heute ist fast überall irgendwo ein kostenloser WLAN Hotspot zu finden. Hilfe bei der Suche bieten div Apps oder Portale wie www.shareair.net

Brasil

04.03.2013, 13:43 Uhr

Klar doch und alles nur zum Nutzen des Volkes!
Ist eine Verschwoerungstheorie, wenn man vermutet, dass dahinter mehr steckt als ein Geschenk, dass die Beschenkten auch noch selbst bezahlen!
Es ist auch Verschwoerungstheorie, wenn man vermutet dass die damit voellig offene infrastruktur jedes teilnehmers voellig offen ist und zur Ueberwachung geradezu einlaedt. ich meine jetzt nicht nur die Hacker, die gerne vom Mainstream vorgefuehrt werden, sondern den Staatsapparat incl. der Eurokraten und den MAD, die CIA MI6, MOSSAD und andere Verbrecherorganistaitonen unter false flag!

aeppler

04.03.2013, 13:55 Uhr

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Foren, die kostenlose WLAN Hotspots listen. Ich würde gerne meinen Zugang fürdie Öffentlicheit freigeben, habe allerdings bisher rechtliche Bedenken gehabt Dieses neue Angbeot könnte hier mit einem einheitlichen System, der Ausstattung mit entsprechenden Routern und mit Sicherheiten über die Rechtsgrundlagen auch attraktiv für Leute sein, die bis dato Bedenken hatte ihren WLAN Zugang für andere freizugeben.

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